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Nicht nur im Sommer: Wenn Schwitzen zur Qual wird

 width=So richtig Sommer ist das zur Zeit in vielen Gegenden Deutschlands im Moment zwar nicht, aber er kann ja noch kommen. Und mit der Wärme taucht für viele Menschen alle Jahre wieder ein Problem auf – nicht wenige nämlich neigen zu übermäßigem Schwitzen. Dabei liegt die Betonung auf „übermäßig“, denn jeder von uns schwitzt, und das ist auch sinnvoll.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Schweißdrüsen gehört die Temperaturregulierung des Körpers

durch die Verdunstung der Flüssigkeit auf der Haut entsteht Kälte und der Körper wird gekühlt. Auch starkes Schwitzen kann gelegentlich vorkommen und ist nicht unbedingt ein Anzeichen für eine Fehlfunktion des Körpers. Bei manchen Menschen sind starke Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen jedoch durch eine Funktionsstörung der Schweißdrüsen bedingt, man spricht dann von einer Hyperhidrose oder Hyperhidrosis. Betroffene leiden oft erheblich unter Ihren Symptomen, auch wenn sie an sich nicht gefährlich sind – aber ein durchgeschwitztes Hemd im Kino oder Restaurant ist schon unangenehm und zieht oft missbilligende Blicke auf sich. Welche Ursachen hinter einer Hyperhidrose stecke und welche Behandlung dagegen helfen kann, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Was ist eine Hyperhidrose?

Als Hyperhidrose, auch Hyperhidrosis, wird stark ausgeprägtes Schwitzen bezeichnet, besonders an Achseln, Händen und Füßen oder im Gesicht – prinzipiell ist das übermäßige Schwitzen aber am ganzen Körper möglich. Als krankhaft gilt das Schwitzen dann, wenn die Menge des Schwitzens über die zur Wärmeregulation nötige Menge deutlich hinausgeht, wenn also eine Fehlfunktion der Schweißproduktion vorliegt.

Die Betroffenen haben oft schwitzige Hände und Füße und trauen sich deshalb häufig kaum, anderen die Hände zu reichen oder sich irgendwo die Schuhe auszuziehen. Viele Betroffene haben ständig nasse Achseln oder Schweißflecken auf der Kleidung und fühlen sich unsauber und ungepflegt. Menschen, die stark schwitzen und an Hyperhidrose leiden, haben oft einen enormen Leidensdruck, weil die gestörte Schweißproduktion das soziale Miteinander erschwert.

Weil der Übergang zwischen normalem und übermäßigem Schwitzen oft nicht klar abzugrenzen ist,

kann die Hyperhidrose nicht an eindeutigen Symptomen festgemacht werden. Die Beschwerden sind ebenso wie der individuelle Leidensdruck individuell verschieden. Mögliche Anzeichen sind:

übermäßiges, starkes Schwitzen oder ständiges Schwitzen
ein unangenehmes Feuchtigkeitsgefühl oder durchgeschwitzte Kleidung mit auffälligen Flecken
die Symptome treten meist schon im Kindes- und Jugendalter, teils auch schon vor der Pubertät auf
die Beschwerden bestehen mindestens einmal pro Woche, oft unabhängig von der Umgebungstemperatur

Das übermäßige Schwitzen kann am ganzen Körper auftreten (generalisierte Hyperhidrose) oder nur an einzelnen Körperstellen (lokalisierte oder fokale Hyperhidrose), etwa nur am Kopf, unter den Achseln, an den Füßen oder Händen. Fällt zudem auch ein übermäßiger oder extrem unangenehmer Schweißgeruch auf, handelt es sich um eine Sonderform der Hyperhidrose, die sogenannte Bromhidrose.

Die Ursachen einer solchen Überfunktion der Schweißdrüsen sind oft unklar. Man unterscheidet die primäre von der sekundären Hyperhidrose.

Eine primäre Hyperhidrose liegt vor,

wenn keine Krankheiten oder andere äußere Einflüsse die Störung verursachen. Möglicherweise spielt bei der primären Hyperhidrose eine erbliche Komponente eine Rolle. Auch die Psyche kann dazu beitragen, den Teufelskreis von Hyperhidrose in Gang zu halten: Stress und Angst verursachen Schwitzen, die Schweißausbrüche führen wiederum zu Stress. Auch andere Auslöser können neben Stress und Emotionen den plötzlichen Schweiß triggern, etwa körperliche Anstrengung, Hitze oder bestimmte Nahrungsmittel.

Eine Hyperhidrose kann auch die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen sein,

dann spricht man von einer sekundären Hyperhidrose. Mögliche Ursachen der sekundären Hyperhidrose können etwa Diabetes, Herzinsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen oder auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen sein.

Nicht immer hat starkes Schwitzen aber eine Hyperhidrose zur Ursache

So kann beispielsweise auch die Einnahme von Medikamenten (Antidepressiva oder Kortison) oder der Verzehr bestimmter Lebensmittel (scharfe Speisen oder Koffein) starkes Schwitzen zur Folge haben. Auch Stress, psychische Belastungen oder vermehrte oder vergrößerte Schweißdrüsen sind mögliche Auslöser.

Weil vermehrtes Schwitzen verschiedene Gründe haben kann,

ist eine ärztliche Abklärung immer ratsam, wenn die eigene Schweißproduktion übermäßig erscheint oder man sogar unter den Folgen des starken Schwitzens leidet. Bei neu auftretenden Schwitzattacken – besonders nachts – sollten in jedem Fall gravierende Ursachen ausgeschlossen werden.

Was kann man tun tun gegen vermehrtes Schwitzen?

Bei moderater Ausprägung können oft schon recht einfache Maßnahmen helfen: Kalt-warme Wechselduschen etwa, Kleidung aus Natur- anstelle von Kunstfasern, die Verwendung von Deodorants oder Antitranspirants, die die Schweißproduktion hemmen  oder auch Bäder mit gerbsäurehaltigen Mitteln, zum Beispiel Salbei. Auch das regelmäßige Trinken von Salbeitee, der Verzicht auf heiße oder scharfe Speisen, auf Kaffee, Alkohol und Nikotin bringen oft schon spürbare Erleichterung, ebenso wie das Erlernen von Methoden zur Entspannung und Reduktion von Stress und gegebenenfalls die Reduktion von Übergewicht. Und auch Tabletten mit Salbei sind erhältlich und können helfen.

Für ausgeprägtere Fälle gibt es weitere Möglichkeiten, eine Hyperhidrose zu behandeln

die allerdings kann nur der Arzt beurteilen und gegebenenfalls verschreiben: Erfolge werden etwa mit Schwachstromtherapien, mit Botulinumtoxin A, Ultraschall und Mikrowellen erzielt – ebenso durch medikamentöse Maßnahmen, durch psychotherapeutische Behandlung oder manchmal sogar durch operative Eingriffe. Letztere werden eher selten angewendet und sind nicht unumstritten – aber auch hierzu kann zunächst der Hausarzt oder ein entsprechender Facharzt Auskunft geben. Die Möglichkeiten einer Operation reichen dabei von der Entfernung der Schweißdrüsen in den Achseln bis hin zum Durchtrennen von „Schweißnerven“ im Brust- oder Bauchraum.

Die gute Nachricht ist:

In den allermeisten Fällen lässt sich zumindest gegen das Symptom des Schwitzens wirksam etwas unternehmen. Wer also zu vermehrter Schweißproduktion neigt und darunter leidet, ist auf jedem Fall beim Arzt oder in der Apotheke gut aufgehoben. Selbst wenn nicht gegen jede Ursache etwas getan werden kann, kann man oft recht einfach Maßnahmen zur Linderung des Symptoms finden – und eben darum geht es gerade bei einer Hyperhidrose ja auch in erster Linie.

Bleiben Sie cool – Wege durch die Hitzewellen

 width=Die erste große Hitzewelle ist wieder durch Deutschland gerollt – bei teils über 37 Grad konnte man sich beinahe wie an der Adria fühlen. Dumm nur, wenn man dabei im Home Office sitzt, statt am Strand zu liegen. Um nicht gekocht zu werden, braucht es Lösungen, die die Temperatur auf ein erträgliches Maß herunterbringen. Wir zeigen eine kleine Übersicht, was möglich ist.

Klimageräte und Klimaanlagen

sind in den USA und Asien normal, haben hier jedoch immer noch einen schlechten Ruf als Energiefresser. Dabei gibt es längst Modelle, die nach dem neuen Energiesparlabel mit Effizienzklasse C oder besser geadelt sind. Das Prinzip ist einfach: Durch die Verdunstung von Wasser (bei Klimageräten) bzw. Kühlmittel (bei Klimaanlagen – deutlich schlagkräftiger, aber gefährlich bei Austritt) wird die Luft gekühlt und durch ein Gebläse die frische Brise im Raum verteilt. Wie laut und wie zugig das vonstattengeht ist – ebenso wie der Energieverbrauch – eine Frage der Gerätequalität. Geräte, die einen Raum von 25 m² herunterkühlen, starten bei unter 200 und kosten bis knapp 800 Euro. Die aufwändigeren (und teureren) unter ihnen können nicht nur kühlen , sondern auch heizen und entfeuchten.

Ventilatoren

sind oldschool, aber mitnichten altes Eisen: Zwar bekommen sie einen Raum nicht so kalt wie eine Klimaanlage, dafür sind sie sehr energieeffizient, gehen kaum je kaputt und das Risiko, sich einen Zug wegzuholen, ist wesentlich geringer. Sie funktionieren, indem sie die feuchte, warme Luft um sie herum wegblasen und so Platz für trockenere Luft schaffen, die dem Körper Wasser entzieht und damit durch Verdunstung kühlt. Als Klimaanlage fungiert hier Ihre Haut. Die Varianten unterscheiden sich in der Bauform – Rotor vs. Turm –, der Montage – stehend vs. an der Decke – und der Frage, ob sie die Richtung selbstständig ändern können. Von unter 50 bis knapp 300 Euro bekommt man gute Exemplare, die in einem 25 m²-Raum die Hitze etwas vertreiben.

Fenster & Rollos

machen mehr aus, als man denkt: Bereits die Wahl eines Fensters aus Isolierglas führt effizient dazu, dass Ihr Haus im Winter länger wohlig warm bleibt und im Sommer nicht so schnell heiß wird. Besonders bei Südfassaden und Dachfenstern lohnt sich der Aufpreis damit schnell. Zudem hilft „abschotten“ immer: Rollläden und Rollos, die einen Großteil des Lichts abhalten, bewirken, dass sich Fenster und Raum wesentlich weniger aufheizen. Besonders, wenn sie außen am Fenster angebracht sind. Gute elektrische Verdunklungsrollos starten bereits unter 200 Euro pro Fenster.

Begrünung

ist nicht unbedingt das erste, woran man in einer solchen Aufstellung denkt, doch helfen Ihnen Bäume, Hecken, Blumen und mehr vor dem Fenster in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur können sie direktes Sonnenlicht abhalten und Schatten spenden, sie sorgen mit ihren Blättern auch für Verdunstung und kühlen damit ihre unmittelbare Umgebung deutlich ab. Vorgarten und üppige Balkon- oder Terrassenbepflanzung können also mehr als die Nachbarn beeindrucken und das Herz erfreuen – Technik und Strom brauchen Sie dafür gar nicht, nur genug Wasser zum Gießen.

Die Gunst der Stunde

ist der mit Abstand günstigste Weg, nicht zu überhitzen – doch kaum einer denkt daran: lüften Sie üppig spät abends und früh morgens – sperrangelweit alles aufreißen für guten Luftstrom. Und verbarrikadieren Sie sich tagsüber: Fenster strikt zu, egal wie heiß es drinnen wird – denn draußen ist es nicht besser. Die Dunkelheit mag allzu Sonnenhungrigen aufs Gemüt schlagen, doch hier können Tageslichtlampen helfen. Wenn Sie tags halbwegs cool bleiben, genießen Sie den Sundowner abends umso mehr – schließlich scheint die Sonne im Sommer ja zum Glück bis in die Nacht hinein!

À propos Strandmatte: Schönes Haar im Sommer

 width=Sommer, Sonne, Salzwasser: Super für die Seele, nicht ganz so gut für unser Haar. Gerade im Sommer ist die richtige Haarpflege besonders wichtig. Denn Sonneneinstrahlung, Salz- und Chlorwasser setzen unseren Haaren im Sommer besonders zu und machen sie schnell strohig, stumpf und glanzlos. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit, richtiger Ernährung und ein paar Pflege-Tipps wird unser Haar geschützt und bleibt auch in der heißen Jahreszeit gesund.

Die alte Regel „Du bist, was Du isst“ gilt auch und besonders für das Haar:

Eier zum Beispiel sind voll von wichtigen Proteinen, die die Kollagenbildung ankurbeln. Und die braucht der Körper, um einen Schutzmantel für die Haare zu bilden. Je älter der Körper wird, desto weniger Kollagen bildet er. Darum sollte man  mindesten dreimal die Woche ein gekochtes oder pochiertes Ei auf den Speisezettel setzen, denn Eier enthalten neben wichtigen Vitaminen auch Nährstoffe wie Eiweiß und Biotin, die gut für Haut, Haare und Nägel sind.
Leinsamen stecken voller Omega-3-Fettsäuren, die dafür sorgen, dass das Haar gekräftigt wird. Zwei Esslöffel Leinsamen täglich können positive Auswirkungen auf die Fülle der Haare haben.
Auch Kürbiskerne beinhalten wichtige Nährstoffe und versorgen den Körper mit Eisen, Phosphor, Magnesium, Mangan und Kupfer. Ein Esslöffel täglich kann die Zellerneuerung ankurbeln und das Immunsystem stärken. Beides wirkt sich wiederum positiv auf gesunde Haare aus.
Mangos enthalten Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird – ein wichtiges Vitamin für Augen, Haut und Haare. Schon zwei Scheiben täglich reichen.
Zwei Feigen am Tag können den täglichen Eisenbedarf des Körpers decken – und Eisen kurbelt den Haarwuchs an.
Beeren gelten als echte Vitamin-C-Bomben. Das braucht der Körper nicht nur, um sein Immunsystem zu stärken, sondern auch, um Eisen besser aufnehmen zu können. Außerdem sorgt das Vitamin-C dafür, dass die Kopfhaut ordentlich durchblutet wird. Schon ein kleines Beerenschälchen am Tag kann der Kopfhaut und den Haarwurzeln helfen.
Spinat, Brokkoli oder Grünkohl kurbeln die Keratin-Bildung des Körpers an. Dieses Protein hat eine besonders positive Auswirkung auf die Haarfollikel und kann dazu beitragen, dass Kopfhaut und Haarwurzeln gesund bleiben.

Neben geeigneter Ernährung kann man mit ein paar Tipps zu Pflege ziemlich einfach etwas dafür tun, das Haar auch im Sommer schön und gesund erscheinen zu lassen

Jedes unserer Haare besteht zu 10-15 Prozent aus Wasser. Im Sommer sorgt u.a. die starke Sonneneinstrahlung für einen starken Feuchtigkeitsverlust. Das Ergebnis: Sprödes, brüchiges und trockenes Haar, häufig in Kombination mit juckender Kopfhaut. Generell gilt: Je gesünder das Haar, desto strapazierfähiger ist es. UV-Strahlung, Salz- oder Chlorwasser können ihm dann weniger anhaben. Experten empfehlen deshalb, das Haar früh genug auf die Sommer-Strapazen vorzubereiten, Feuchtigkeitspflege und geeignete Öle machen das Haar widerstandsfähig und versiegeln es gewissermaßen.

Im Gegensatz zur Haut bekommen unsere Haare zwar keinen Sonnenbrand,

die UV-Strahlung ist dennoch enorm schädlich und greift die Lipidschicht der Haare an. Fatal, denn genau die schützt das Haar vor dem Austrocknen. Und auch die Kopfhaut wird in Mitleidenschaft gezogen – neben Sonnenbrand kann es zu Reizungen und Schuppen-Bildung führen. Deshalb gilt: Neben den richtigen Pflege-Produkten, die idealerweise Keratin, Panthenol, Aloe Vera oder Minze enthalten, sollte man immer einen Sonnenschutz tragen. Mit einem Sonnenhut oder einem leichten Tuch geht man auf Nummer sicher und schützt seine Haare ideal. Zudem kann man die Haare mit speziellen UV-Sprays vor der schädlichen Strahlung schützen.

Meereswasser ist für unsere Haare ein Graus

es beschleunigt den Wasserverlust innerhalb der Haarstruktur und trocknet die Haare aus. Lassen wir das Salzwasser nach einem Bad im Meer auf unserem Haar an der warmen Luft trocknen, verdunstet das Wasser und das Salz kristallisiert aus. Bei Sonnenstrahlung wirken die Salzkristalle dann wie Brenngläser und schädigen die Haaroberfläche. Daher sollte man nach jedem Bad im Meer die Haare mit Frischwasser ausspülen. Und nicht nur hinterher sollte man die Haare abspülen, auch vor dem Bad im Meer macht das Sinn, denn nasse Haare können aufgrund ihrer veränderten Struktur nicht so viel Salz aufnehmen wie trockene. Gleiches gilt für ein Bad im Chlorwasser.

Mit einer neuen Haarfarbe sollte man lieber bis nach dem Urlaub warten,

denn die Sonneneinstrahlung, Chlor- und Salzwasser bleichen die Haare aus und können die Farbpigmente verändern. Deshalb wird die Freude über die neue Farbe vermutlich nur von kurzer Dauer sein. Besser: Erst nach den Sommermonaten neue Farbe in die Haare bringen.

Nicht nur Salzwasser schädigt das Haar,

auch Chlor, das bekanntlich ein Bleichmittel ist, setzt ihm zu. Es durchdringt die Haaroberfläche und zerstört Pigmente, die unserem Haar seine Farbe verleihen. Das Ergebnis: die Haare bleichen aus. Zudem können sie einen unschönen Grünstich bekommen, der übrigens nicht nur bei blonden Haaren vorkommt. Auch bei braunem oder schwarzem Haar ist das zu beobachten, nur eben nicht so auffällig.
Auch hier hilft es, die Haare vor dem Baden mit Süßwasser zu spülen. Nach dem Baden sind spezielle chlorneutralisierende Shampoos erhältlich, die zumindest nicht schaden können. Um Grünstich aus den Haaren zu bekommen, gibt es einen recht einfachen Trick: Aspirintabletten (oder andere Präparate, die Acetylsalicylsäure enthalten). Insbesondere die ASS Plus C Brausetabletten eignen sich für ein neutralisierendes Kopfbad. Dafür einfach zwei Tabletten in einem Liter Wasser auflösen, auf die Haare geben und 10-15 Minuten einwirken lassen. Danach ausspülen und eine pflegende Haarkur auftragen, weil die enthaltene Acetylsalicylsäure das Haar strapazieren kann.

Nach einem langen Tag in der Sonne ist die richtige After-Sun-Pflege für die Haare genau so wichtig wie für die Haut

Regenerierende Kuren und eine reichhaltige Spülung geben dem Haar Feuchtigkeit zurück. Für einen echten Cooling-Effekt sorgen außerdem Haarmasken, die kühlend und pflegend wirken.

Und nicht zuletzt:

Ein hydrierter Körper bedeutet hydriertes Haar. Deshalb ist es im Sommer auch enorm wichtig, ausreichend zu trinken – übrigens nicht nur für die Haare. Viel Wasser und ungezuckerte Getränke sorgen für einen intakten Feuchtigkeitshaushalt des Körpers und damit auch für schöne Haare. Wer Probleme hat genug zu trinken, sollte zumindest auf wasserhaltiges Obst und Gemüse wie Wassermelone oder Gurke setzen.

Wie Wut auf unsere Psyche wirkt: Lass es raus!

 width=So, das war’s dann aus deutscher Sicht mit der Europameisterschaft – raus im Achtelfinale und gerade gegen England, und Bundesyogi Löw verlässt das sinkende Schiff. Und Corona ist ja auch noch irgendwie da draußen, vielen geht es wirtschaftlich nicht so besonders und, ach, das Wetter …. Manchmal gibt es eben diese Zeiten, wo scheinbar alles schief läuft und nichts klappt. Da fällt es schwer, keinen Frust zu entwickeln und nicht einfach alles blöd zu finden – aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die uns dabei helfen, eine positive Haltung zu bewahren.

Als Apotheke beschäftigen wir uns naturgemäß und in erster Linie mit den körperlichen Leiden unserer Kunden

von A wie Asthma bis Z wie Zöliakie stehen wir Ihnen mit Rat, Tat und in der Folge auch mit dem geeigneten Präparat zur Seite. Auch schon mal, aber längst nicht im selben Ausmaß geht es um seelische Leiden, und die wiederum können, wenn man sie ignoriert, irgendwann in körperliche Symptome umschlagen. Aus Frust zum Beispiel kann Angst oder Wut entstehen, was erstmal gar nicht schlimm ist. Als Dauerzustand aber und ohne ein geeignetes Ventil kann das zum Problem werden – deshalb hier ein paar Fakten und Lösungsansätze.

Wut ist eine Eigenschaft des Menschen,

die in der Gesellschaft kein gutes Image hat. In der katholischen Kirche gilt der Zorn gar als Todsünde. Dabei ist es der eigenen Gesundheit durchaus zuträglich, der inneren Wut auch mal freie Bahn zu lassen. Im Gegensatz dazu kann sich unterdrückte Wut negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Generell üben unterdrückte Gefühle große Macht auf unseren Körper aus. Wo kommt die Wut eigentlich her? Warum unterdrücken wir negative Gefühle? Und worin gipfelt ein ungesunder und unreflektierter Umgang mit unseren Emotionen?

Negative Emotionen,

wie Wut, Hass, Ärger, Zorn oder Aggression, gibt es seit Beginn der menschlichen Existenz. Diese entstehen in einem evolutionär alten Bereich unseres Gehirns, dem limbischen System. Das wiederum besitzt, ungefähr auf Schläfenhöhe, eine Ansammlung von Nervenzellkörpern – die Amygdala. Verknüpft mit der Großhirnrinde, ist die Amygdala verantwortlich für eine große Bandbreite an Emotionen. Sie gilt als Schaltzentrale für die Gefühle Angst und Wut und verarbeitet in deren Kontext Reizinformationen von Augen und Ohren. Passiert das oberhalb einer gewissen Reizschwelle, setzt sie die regulierend wirkende Großhirnrinde außer Kraft und sendet über den Hypothalamus Warnsignale an den gesamten Körper. Zwar schickt der Hypothalamus auch Warnsignale an die kontrollierende Großhirnrinde zurück, jedoch deutlich langsamer als das limbische System. So entsteht erstmal eine unkontrollierte Wut, bevor wir dann nach einiger Zeit wieder mehr an Kontrolle gewinnen und im Normalfall der Verstand wieder die Oberhand gewinnt.

Sind wir wütend,

verändern wir Merkmale unserer Mimik. Unser Gesicht wird zu einer Fratze – die Augenbrauen ziehen sich zusammen, die Augen kneifen, unser Unterkiefer schiebt sich nach vorne und wir zeigen unsere Zähne. Studien belegen, dass wir ärgerliche Gesichter schneller wahrnehmen als freundliche. Für unseren Körper ist das seine Art zu sagen: „Vorsicht, am besten gerade nicht nähern.“ Die Wut entsteht im Laufe des Lebenszyklus auf viele verschiedene Arten und Weisen. Während bei kleinen Kindern die Trotzphase ein wichtiger Baustein zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit darstellt, gibt es bei Erwachsenen verschiedene Auslöser, wie z. B. Ungerechtigkeit, Respektlosigkeit, Angriff auf die eigene Persönlichkeit, Ausnutzen, Enttäuschung, unangemessene Kritik, Verletzung des Selbstwertgefühles oder Überforderung und Belästigungen. In Kombination mit Rachegedanken ist Wut eine explosive Mischung, die in Aggression münden kann. Diese ist eine permanente Impulsivität, die sich im Affekt äußert. Sie gilt als psychische Schutzreaktion, die durch innere und äußere Bedingungen ausgelöst wird.

Lässt der Mensch seiner Wut freien Lauf,

so setzt er Energie frei. Atem- und Pulsfrequenz steigen an, ebenso wie der Blutdruck. Die Muskeln spannen sich an, Blutgefäße verengen sich. Durch den erhöhten Blutdruck schottet sich das Gehirn von Außenreizen ab. Es entsteht eine leicht differenzierte Wahrnehmung, die sachliche Argumente ausblendet und Kurzschlusshandlungen fördert. In dieser Situation steigt die Wahrscheinlichkeit von körperlichen Auseinandersetzungen mit anderen oder der Beschädigung von Sachgütern. Aufgrund dieser gesellschaftlich negativ bewerteten Verhaltensweisen sind Menschen oft nur selten dazu bereit, zu ihrer Wut zu stehen oder darüber zu sprechen – wer wütend ist, hat sich nicht im Griff, so das gesellschaftliche Urteil. Dabei steht der Zorn in erster Linie für die Beseitigung eines Hindernisses, er lindert unsere Angst und setzt Energien frei. Somit bewirkt Wut, in kontrollierter Form, gar etwas Positives.

Über Emotionen zu sprechen ist ein wichtiger Lernprozess in der Kindheit

In jungen Jahren ist es essenziell, dass Eltern nicht nur die Gefühle ihrer Kinder zulassen, sondern auch gemeinsam mit ihnen erörtern, woher diese Emotionen kommen und was sie bewirken. Oft verlernt der Mensch genau in diesem Entwicklungsstadium, darüber zu sprechen. Auch unser Umfeld spielt in der Kindheit eine entscheidende Rolle und zeigt anhand von Reaktionen wie Schimpfen oder Maßregeln, dass es besser sein kann, Gefühle zu unterdrücken. Dies setzt sich im Bewusstsein fest. Erwachsene befürchten, für ihre negativen Gefühle als hysterisch, schwach oder unkontrolliert abgestempelt zu werden. Oder sie leiden, im Extremfall, an Traumata, ausgelöst durch persönliche Schicksalsschläge.

Zu berücksichtigen ist die Tatsache,

dass Gefühle keineswegs verschwunden sind, nur weil sie nicht offen gezeigt werden. Und, noch wichtiger: Gefühle zu unterdrücken kostet den Körper Energie. Therapeuten benutzen in diesem Zusammenhang gerne die Metapher, einen mit Luft gefüllten Ballon unter Wasser zu drücken. Es ist möglich, erfordert aber stetige Aufmerksamkeit und Anstrengung.
Natürlich kann man nicht jeder momentanen Laune ihren Lauf lassen, Gefühle ständig zu unterdrücken aber bedeutet, das Leben nicht in seiner vollen Intensität zu genießen. Das betrifft körperliche und psychische Bereiche des Lebens, auch erhebliche Einflüsse auf Partnerschaft und Sexualität sind nachgewiesen. Auf lange Sicht machen unterdrückte Gefühle tatsächlich krank: Das Immunsystem wird schwächer und wir werden anfälliger für Infekte. Darüber hinaus können unterdrückte Gefühle körperliche Stressreaktionen aller Art auslösen: erhöhter Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen, Nierenschäden, Magenprobleme. Auf psychischer Ebene können Erkrankungen wie Depressionen, Angstzustände oder Suchterscheinungen daraus resultieren.

Bevor es zu einer chronischen somatischen oder psychischen Erkrankung kommt,

sollten wir lernen, mit unseren Gefühlen umzugehen – vor allem negative Emotionen zuzulassen. Es ist besser, die Energie für die Verarbeitung von Ursachen negativer Gefühle zu verwenden als für die Unterdrückung. Insbesondere für Wut und Zorn empfehlen Psychologen verschiedene Ansätze zur „Eigentherapie“, wie z. B. einen Spaziergang an der frischen Luft, die Ursachen und Auslöser unserer Wut aufzuschreiben und sich dadurch bewusst zu machen, sich in die Lage des Streitpartners zu versetzen oder klassisch einfach „eine Nacht drüber zu schlafen“.

Hat sich der Status der unterdrückten Gefühle bereits über einen längeren Zeitraum manifestiert,

so ist es unter Umständen nicht mehr möglich, diese aus eigener Kraft heraus zu bekämpfen. Wer sich von der Angst, Gefühle zuzulassen, bedrängt fühlt und möglicherweise auch bereits spürt, dass die eigene Gesundheit davon beeinträchtigt wird, sollte deshalb nicht zögern, seinen Hausarzt darauf anzusprechen. Dieser kann den Patienten dann in die Hände eines Fachtherapeuten überweisen, um nach erfolgreicher Therapie wieder einen gesunden Alltag zu erleben.

Gesund oder nicht? Faktencheck Fußball

 width=Wir sind im Fußballfieber – die EM läuft gar nicht so schlecht, und das Thema Kicken rangiert zur Zeit ganz oben auf der Small-Talk-Liste. Wir fragen also aus gegebenem Anlass: Ist Fußballspielen eigentlich gesund?

Neun von zehn Deutschen betreiben in irgendeiner Art und Weise Sport

 – aus Spaß natürlich, aber auch, um fit und gesund zu bleiben. Und der Fußball als echter Volkssport nimmt dabei eine besondere Rolle ein, vom Kicken auf dem Pausenhof bis hin zum semiprofessionellen Vereinsfußball. Ob passiv oder aktiv, Fußball ist der Deutschen liebstes Kind: Viele fiebern nicht nur auf der Couch mit, sondern spielen selbst im Verein oder einer Hobbymannschaft – und haben meist eher den Spaß am Kicken im Sinn als den Gesundheitsaspekt. Dabei wirkt sich dieser Sport weitaus vorteilhafter auf die Gesundheit aus als viele vermuten. Schauen wir also mal, wie gesund der Ballsport ist – und wo eventuelle Risiken liegen.

Fitness:

Klar, Fußball hält fit: Beim Fußball werden sowohl die Schnellkraft als auch die Ausdauer trainiert. Langsame Laufphasen wechseln mit Sprinteinheiten und kurzen Ruhephasen ab. Wenn Profifußballer 90 Minuten durchspielen, legen sie je nach Position 11 bis 14 Kilometer zurück. Auch ambitionierte Hobbykicker machen ganz schön Strecke – oft in Intervallen mit großer Beschleunigung und hohen Geschwindigkeiten. Aber nicht rein lineare, sondern azyklische Bewegungsabläufe stehen im Vordergrund. Abrupte Wendungen und Drehbewegungen, das sensible und exakte Spiel mit dem Ball sowie der Körpereinsatz verlangen dem Spieler Hochleistungen ab. Dabei muss er sich ständig an die jeweilige Situation anpassen, das erfordert eine hohe Konzentration.

Kraft:

Schnelle Antritte mit hohen Beschleunigungen, Richtungswechsel und Sprünge fordern die weißen Muskelfasern, während bei langsamem Traben und lockerem Laufen eher die rote Muskulatur benötigt wird. Vor allem dadurch unterscheidet sich Fußball von reinen Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen. Während der komplexen Bewegungsabläufe ist ein exaktes Zusammenspiel der unterschiedlichen Muskelgruppen notwendig. Die einzelnen Gelenke werden von bis zu 60 unterschiedlichen Muskeln angesteuert und stabilisiert. Neben den Beinen und Füßen ist im Zweikampf und beim Spiel mit dem Ball auch die Rumpf- und Nackenmuskulatur gefordert.

Rücken- und Gelenkfreundlichkeit:

Die vorgebeugte Körperhaltung der meisten Fußballspieler führt leicht zu einem Ungleichgewicht der Rumpfmuskulatur. Das begünstigt Blockaden im Bereich des Iliosakralgelenks, also am unteren Rücken. Gerade beim Kopfball kommt es zu hohen Krafteinwirkungen im Bereich der Halswirbelsäule. Wer aber die Muskulatur gut vorbereitet und richtig trainiert, kann Rückenverletzungen vorbeugen.

Die am häufigsten von Verletzungen betroffenen Gelenke sind das Knie- und das Sprunggelenk

Rotationsbewegungen können zu Verletzungen des Kapsel- und Bandapparates führen. Das Risiko steigt, je erschöpfter der Spieler ist, weil die Muskulatur verzögert anspricht und der Körper die notwendige Kraft nicht mehr aufbauen kann. Eine gut ausgeprägte Muskulatur hilft, Verletzungen zu vermeiden.

Herz/Kreislauf:

Fußballspielen ist ein hervorragendes Herz-Kreislauf-Training: Es verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut und verbessert die Pumpfunktion des Herzens. Damit reduziert sich der Blutdruck und die Herzfrequenz im Ruhezustand.

Verletzungsrisiko

Wer kickt, lebt nicht ganz ungefährlich, denn Fußball ist eine Kontaktsportart. Viele unerwartete Situationen, Kopfballduelle, Fouls oder Zusammenstöße mit anderen Spielern führen zu einem höheren Verletzungsrisiko als reine Ausdauersportarten. Auch widriges Wetter oder eine schlechte Bodenbeschaffenheit können die Unfallgefahr erhöhen. Am häufigsten kommt es beim Fußball zu Muskelverletzungen – von einfachen Prellungen und Quetschungen bis zu Muskeleinrissen. Auch die Sprung- und Kniegelenke sind gefährdet: Bänderdehnung, Außenbandriss im Sprunggelenk und Kreuzbandriss im Knie gehören zu den klassischen Verletzungen im Fußballsport.

Verletzungen im Fußball sind oft auch eine Folge von Überlastung

Das reicht von Muskelkater und Krämpfen bis hin zu chronischen Reizzuständen im Bereich der Sehnen und Ansätze am Knochen. Gerade die sogenannte Schambeinastentzündung sowie Entzündungen an den Sehnenansätzen des Kniegelenks können dazu führen, dass Fußballer oft lange ausfallen.

Auch Verletzungen am Kopf sind keine Seltenheit

Während man kleine Platzwunden einfach versorgen kann und sie in der Regel gut heilen, muss man bei schweren Stößen immer eine Gehirnerschütterung ausschließen. Bei Verdacht sollte der Spieler vom Feld genommen und der Fall medizinisch abgeklärt werden. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Desorientiertheit. Gerade neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass immer wiederkehrende Erschütterungen auch das Gehirn schädigen können. Kinder sollten deshalb kein Kopfballtraining machen.

Unterm Strich sollte die individuelle Belastung dem Fitnessgrad angepasst werden – denn ein untrainierter Körper ist weit anfälliger für Verletzungen als jemand, der regelmäßig Kraft, Gelenkigkeit und Ausdauer trainiert.

Fazit:

Fußballtraining wirkt sich positiv auf Ausdauer, Kraft und das Herz-Kreislaufsystem aus. Dem steht allerdings ein erhöhtes Verletzungsrisiko gegenüber, verglichen mit reinem Ausdauersport. Denn Fußball gehört zu den sogenannten „high impact“ Sportarten, weil starke Kräfte auf die Muskulatur, die Knochen und die Gelenke wirken.

Verletzungen lassen sich beim Fußball nicht vollständig vermeiden – aber man kann durchaus vorbeugen. Voraussetzung ist eine gute Grundausdauer. Wer regelmäßig und gezielt Koordinationsfähigkeit und Kraft trainiert, kann sein Risiko bereits deutlich senken.
Direkt vor dem Sport sollte man sich immer mindestens eine Viertelstunde aufwärmen und dehnen – das bereitet Muskeln, Sehnen und Bänder auf die kommende Belastung vor. Ideal sind zum Beispiel Sit-ups und Liegestütze, ebenso Kniehebelauf und Seitgalopp. Nach einem anstrengenden Spiel sollten sich Fußballer immer gut regenerieren und generell die Ernährung auf den Sport abstimmen.