Du bist, was Du isst: Stoffwechsel anregen – so läuft’s!

 width=Für die Frühjahrsdiät ist es noch ein bisschen früh, das stimmt – andererseits kann man schon jetzt ein paar Weichen stellen, damit uns das Abnehmen im März oder April leichter fällt. Das Zauberwort heißt: Stoffwechsel.

Unser Stoffwechsel:

Unter Stoffwechsel – bei Fachleuten Metabolismus genannt – werden alle biochemischen Prozesse zusammengefasst, die in unseren Körperzellen ablaufen. Darunter fallen die Aufnahme, der Transport und die Umwandlung von Stoffen ebenso wie die Abgabe von Stoffwechsel-Endprodukten. Der Stoffwechsel sorgt dafür, dass unsere Körperfunktionen am Laufen gehalten werden, dass wir Körpersubstanz aufbauen können und dass unser Körper mit Energie versorgt wird – ohne Stoffwechsel würde es uns buchstäblich nicht geben, denn alles, woraus wir bestehen, müssen wir irgendwann dem Körper zugeführt, sprich: gegessen haben.

Unser Stoffwechsel und unser Gewicht stehen in einem direktem Zusammenhang:

Wer einen aktiven Stoffwechsel hat, dem fällt das Abnehmen leichter bzw. der nimmt gar nicht erst zu. Wie aktiv wiederum unser Stoffwechsel ist, wie gut er arbeitet, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem spielen das Alter, das Geschlecht und die Ernährung eine Rolle, und auch die genetische Disposition hat Einfluss auf die Art und Weise, wie unser Körper Nahrung verwerten kann. Über diese nicht beeinflussbaren Eckdaten hinaus aber lässt sich durchaus noch einiges unternehmen, um einem trägen Stoffwechsel auf die Sprünge zu helfen. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie Ihren Stoffwechsel effektiv anregen können:

Eine wichtige Größe im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel ist der Grundumsatz:

Darunter versteht man die Energiemenge, die der Körper in Ruhe verbraucht, um seine elementaren Funktionen zu erfüllen: Atmen, Herzschlag, die Funktionen der Organe und eben der Stoffwechsel verbrauchen Energie. 

Unser Stoffwechsel hat einen maßgeblichen Einfluss auf unser Körpergewicht. Menschen mit einem trägen Stoffwechsel nehmen leichter zu und haben Probleme, Gewicht wieder zu verlieren. Ist der Stoffwechsel dagegen äußerst aktiv, sind die Betroffenen häufig sehr dünn und nehmen nur schwer zu.

Hinter einem langsamen Stoffwechsel können verschiedene Ursachen stecken. Eine wichtige Rolle spielt beispielsweise das Alter. So haben jüngere Menschen meist einen schnelleren Stoffwechsel als ältere Personen. Auch das Geschlecht wirkt sich aus: Da Männer im Allgemeinen mehr Muskelmasse haben als Frauen, verbrennen sie auch mehr Energie.

Neben dem Alter können sich noch verschiedene andere Faktoren negativ auf den Stoffwechsel auswirken. Dazu gehört eine ungesunde Lebensweise mit einer zuckerreichen Ernährung, Diäten und Fasten sowie zu wenig Sport.
Ebenso können aber auch bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion zu einem verlangsamten Stoffwechsel führen.

Zum Glück gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen man seinen Stoffwechsel anregen kann:

Wichtig ist dabei vor allem, dass wir die Fettverbrennung in Schwung bringen – und das wiederum funktioniert am besten durch Sport und Bewegung. Dabei muss es nicht immer gleich ein Marathon sein, schon regelmäßiges Treppensteigen und zum Beispiel ausgedehnte und zügige Spaziergänge tragen zu einem gut funktionierenden Stoffwechsel bei. 

Und natürlich sind auch eine gesunde Ernährung und die Wahl der richtigen Lebensmittel von Bedeutung, und ebenso die Frage, wann und wie wir essen. Dazu sollte man folgendes wissen:

Um den Stoffwechsel in Schwung zu bringen, ist es empfehlenswert, auf große, schwere Mahlzeiten zu verzichten. Gleichfalls ist aber auch davon abzuraten, zu wenige Kalorien aufzunehmen. Dann kann es nämlich passieren, dass der Körper in den Hunger-Modus umschaltet und versucht, möglichst viel Fett einzulagern. Nehmen wir stattdessen über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen zu sich, arbeitet der Stoffwechsel konstant und effektiv.
Gut geeignet sind dafür kleine, gesunde Snacks wie Obst, Gemüse und Salate. Auch Samen und ungeröstete und ungesalzene Nüsse sind empfehlenswert. Bei Nüssen sollte man jedoch auf den hohen Kaloriengehalt achten – am besten nicht aus der Tüte, sondern selber knacken, dann werden die Portionen naturgemäß nicht zu üppig. 

Neben der Portionsgröße und der Art der aufgenommenen Lebensmittel gibt es noch weitere Tipps und Tricks, mit denen wir unseren Stoffwechsel ankurbeln können:

Vor dem Frühstück ein Glas Wasser mit einem Spritzer Zitrone oder Apfelessig trinken, alternativ ist auch ein heißer Ingwertee empfehlenswert. Generell sollten wir darauf achten, täglich mindestens zwei bis drei Liter zu trinken.Ernährung sollte ballaststoffreich sein,

denn insbesondere lösliche Ballaststoffe braucht der Körper für einen gesunden Stoffwechsel. Die nämlich können größere Mengen Wasser binden und quellen dadurch im Darm auf, so dass sie schnell sättigend wirken. Zu den löslichen Ballaststoffen zählt unter anderem Pektin, das vor allem in Obst enthalten ist.

Auf Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte achten:

Darunter sind Nahrungsmittel zu verstehen, die im Vergleich zu anderen Lebensmitteln bei weniger Kalorien mehr Nährstoffe enthalten. Empfehlenswert sind neben Obst und Gemüse auch Getreide, Hülsenfrüchte sowie fettarmes Fleisch beziehungsweise fettarmer Fisch.

Den Körper mit genügend Vitamin C versorgen:

Am besten über den Tag verteilt immer wieder Vitamin C-reiches Obst wie Äpfel, Erdbeeren, Kiwi, Orangen oder Zitronen zu sich nehmen. Ebenfalls empfehlenswert sind Gemüsesorten wie Broccoli, Paprika oder Spinat.

Sport ist wohl der beste Weg,
um den Stoffwechsel so richtig in Schwung zu bringen. Denn beim Sporttreiben wird nicht nur Energie verbrannt, sondern es wird auch Muskulatur aufgebaut. Dadurch steigt der Grundumsatz, denn Muskulatur verbraucht in Ruhe mehr Energie als anderes Gewebe. Hilfreich ist außerdem, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren: Erledigen wir kleine Wege zu Fuß statt mit dem Auto, bleiben Körper und Stoffwechsel auf Touren und verbrennen Energie. Im Büro kann man Kollegen ab und zu persönlich im Büro besuchen, anstatt eine fixe E-Mail zu schreiben. Und die Mittagspause eignet sich prima für einen ausgedehnten Spaziergang.

 

Wintersport 4.0: So wird der Skiurlaub smart

 width=Der Berg ruft. Neben der klassischen Ski- und Snowboardausrüstung und guter Laune steigen auch immer neue Gadgets mit in den Lift. Action-Cams wie die GoPro 7 oder Mützen mit integrierten Kopfhörern gehören inzwischen schon fast zur Standardausrüstung versierter Skihasen. Doch das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht: Wir zeigen, womit Sie 2019 eine gute Figur auf der Piste machen und gesund nach Hause kommen.

Das Outdoor-Handy für alle Fälle

Wer kennt es nicht? Das Smartphone kommt beim Sturz mit Schnee in Berührung, fällt mittags ins verdiente Pausen-Bierchen oder beim Après-Ski aus den Händen. Resultat: Gesplitterte Displays oder gar irreparable Wasserschäden. Damit der Tag auf der Piste nicht mit einem traurigen Emoji endet, gibt es sogenannte Outdoor-Handys bzw. -Smartphones, die speziell für diese Anforderungen konstruiert wurden. Stoßfest, wasserdicht und mit langen Akkulaufzeiten sind sie der ideale, sichere Begleiter für ausgedehnte Sport-Touren.

Schlaue, warme Kleidung für das große Abenteuer

Die Bedingungen am Berg sind unberechenbar. Wo gerade noch eisiger Wind wehte, scheint binnen Minuten die wohlig warme Sonne. Wie wäre es da statt Zwiebellook und ständigem An- und Ausziehen mit intelligenter Kleidung? Das Angebot reicht hierbei von beheizten Tops zu Westen über Jacken mit getrennten Heizelementen für den oberen und unteren Rücken bis hin zu Anoraks, die erkennen, wenn Sie ernstlich verunglückt sind und selbsttätig Hilfe rufen. Der letzte Schrei: Armbänder, die per Smartphone gesteuert thermoelektrische Impulse durch den Körper fließen lassen, um ihn aufzuheizen oder abzukühlen.

Kein Berg ist zu hoch für W-LAN

Wer auch oben auf dem Berg nicht auf gutes Internet verzichten möchte, für den gibt es kleine, portable WiFi Hotspots. Mit diesen Mini-Routern haben Sie in über 110 Ländern Ihren online-Zugang überall dabei – ohne Roaming-Gebühren, Karten-Tausch oder Datenlimit und für nur rund 10 Euro am Tag. Ein passender und treuer Begleiter für jeden Urlaub, gerade wenn Sie sich auf unvertrautem Terrain bewegen.

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Computerbrillen mit eingebautem Bildschirm und Live-Analysen der Situation kennt man aus diversen Action-Filmen. Doch nun wird dieser Drehbuch-Traum Wirklichkeit: Neuerdings gibt es smarte Skibrillen, die Ihnen während der Fahrt Geschwindigkeit, Wetterlage und die aktuelle Position von Ihnen und Ihren Freunden einblenden und vor scharfen Kurven oder gefährlichen Abgründen warnen. Gesteuert werden die Brillen meist per Smartphone oder -watch. So müssen Sie nie wieder anhalten, um nach dem Pistenplan zu schauen oder den Wetterbericht abzurufen.

App auf die Piste

Es gibt für alles Apps – auf diese Regel ist auch im Wintersport Verlass. Die nützlichsten fallen in zwei Lager: Die einen helfen dabei, das eigene Fahrverhalten zu optimieren wie der digitale Techniktrainer „Carv”: Sensor-Sohle in die Skischuhe einlegen, Sender einpacken und App downloaden, schon analysiert „Carv” während der Fahrt Ihren Fahrstil anhand von über 30 Parametern und zeigt Ihnen, wie Sie Haltung und Technik verbessern können. Andere Apps helfen Ihnen, Ihre Abenteuer auf der Piste aufzuzeichnen und mit Ihren Freunden zu teilen – wie z.B. „Snocru 4.0”, die zudem auch das Wetter und die Standorte der Freunde aufzeigt und Sie mit einem eingebautem Belohnungssystem private Meisterschaften untereinander austragen lässt.

Bei all der smarten Digitalisierung gilt jedoch erst recht, was bereits der Lehrer im Anfängerkurs predigte: Die Augen gehören auf die Piste, damit der Spaß nicht im Krankenhaus endet!

Tipps für besseres Einschlafen: Gute Nacht!

 width=Abgesehen von gelegentlich Problemen mit dem Einschlafen werden etwa 20 % der Deutschen von wirklichen Schlafstörungen gequält: Schlecht einschlafen, selten durchschlafen und morgens müde aufwachen, das ist für etwa jeden fünften Deutschen der Normalfall. Die Ursachen sind vielfältig, aber wenn Schlafstörungen zum Dauerzustand werden, sollten Experten ran – Arzt und Apotheker wissen oftmals Rat und können zugrunde liegende Erkrankungen erkennen.

Für viele andere Geplagte aber helfen oft schon ein paar einfache Tipps, um zumindest ein wenig besser ein- und durchzuschlafen. Baldrian, Schäfchen-Zählen – das kennt fast jeder. Aber es gibt noch weitere Tricks, um seinen Körper beim Schlafen zu helfen:

Spielen am PC,

schnell nochmal Facebook checken oder vorm Schlafen noch ein paar Seiten auf dem E-Reader lesen: All das kann unseren Schlaf verzögern. Eine nur erbsengroße Drüse im Gehirn produziert den Stoff, der uns schlafen lässt– allerdings in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit, und die wiederum wird durch spezielle Lichtrezeptoren in unserer Netzhaut registriert. Displays elektronischer Geräte strahlen blaues Licht ab, das dem Körper vorgaukelt, es wäre helllichter Tag. Die Produktion des wichtigen Schlafhormons Melatonin wird dadurch vermindert – und wir liegen wieder mal endlos wach.
 Klar, am einfachsten ist einfach Abschalten: Handy, Tablet und Notebook gehören eigentlich nicht ins Schlafzimmer. Aber viele Menschen können oder wollen verständlicherweise nicht schon eine Stunde vorm Zu-Bett-Gehen auf ihre nützlichen Geräte verzichten. Der Tipp: Spezielle Brillen mit bernsteingelben Gläsern blockieren das blaue Licht. Eine wissenschaftliche Studie hat es belegt: Wer am Bildschirm eine Computerbrille mit Blaulichtschutz trug, schlief insgesamt deutlich besser als die unbebrillten Teilnehmer der Kontrollgruppe. 

Vor dem Einschlafen den Kopf freikriegen:

Oft grübeln wir vor dem Einschlafen über die Ereignisse des Tages nach oder befassen uns schon mit dem, was morgen sein wird. Ebenso können TV-Serien oder die Kommunikation über unsere zahlreichen Multimedia-Kanäle uns am Einschlafen hindern, wenn wir über die Inhalte nachdenken. Dabei hält uns häufig das Gefühl wach, Dinge nicht vergessen zu dürfen – Olaf morgen zum Geburtstag gratulieren, die Einkaufsliste ergänzen oder den Termin beim Zahnarzt verschieben zum Beispiel. Der Tipp: Entweder heute noch erledigen oder einen kleinen Block und einen Stift in Greifnähe legen – denn was aufgeschrieben ist, kann ohne weitere Grübelei getrost bis morgen warten.

Lieber keinen Alkohol

Zugegeben: Die Aussicht, dem Kopf mit ein paar Bierchen oder einem Glas Rotwein die nötige Schwere zu verleihen, ist manchmal sehr verlockend. Doch obwohl es auf den ersten Blick scheint, als könnten wir dann besser einschlafen, ist die Wirkung trügerisch, wie die Wissenschaftler des Londoner Sleep Centers herausgefunden haben. Alkohol nämlich kann die Abfolge der Schlafphasen durcheinander bringen und dadurch zu Schlafstörungen führen. 
Statt alkoholischer Drinks sollte man sich lieber einen heißen Kamillentee gönnen. Kamille wirkt mit ihrem Inhaltsstoff Apigenin beruhigend auf das gesamte Nervensystem. Und tatsächlich hilft auch ein leckerer Schlaftrunk aus warmer Milch und wenig Honig. Das in der Milch enthaltene Kalzium hilft der Melatonin-Produktion auf die Sprünge und sorgt so für guten Schlaf.

Nach Ausnahmesituationen:

Wie Prüfungen, wichtigen Meetings, Gesprächen mit Vorgesetzten, Beinahe-Unfällen oder der Rückkehr von einer Reise haben wir wohl alle manchmal Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Im Einzelfall wäre das ja auch nicht weiter schlimm: Eine Nacht mit zu wenig Schlaf steckt der menschliche Körper meist problemlos weg. Aber was lässt sich tun, wenn sich solche Ereignisse ständig stattfinden – und uns Nacht für Nacht dermaßen zu beschäftigen, dass wir nur schwer Schlaf finden?
Mit einem kleinen Trick können wir unser Gehirn überlisten: Versuchen wir einmal, in Gedanken den gesamten Tag ab dem jetzigen Zeitpunkt rückwärts durchzugehen. Wir betrachten den Tag wie eine Perlenschnur, an der entlang wir uns bis hin zum Moment des Erwachens am Morgen bewegen und uns dabei an möglichst viele Einzelheiten erinnern. Regelmäßig angewendet hilft dieses einfache Gedankenspiel effektiv beim Abschalten – das Gehirn merkt, dass der Tag endgültig vorüber ist, und kann endlich auf Entspannung schalten.

Nicht zu heiß oder zu kalt

Die Temperatur im Schlafzimmer sollte etwa zwischen 16 und 20 Grad liegen. Praktische Heizthermostate mit Temperatursteuerung können das automatisch erledigen und kosten nicht die Welt. Die Feinabstimmung der individuellen Wohlfühl-Temperatur hängt von mehreren Faktoren ab: Mit dickem Schlafanzug und Daunenbettzeug benötigen wir tendenziell weniger Raumwärme als nackt unter einer dünnen Sommerbettdecke. Natürlich hat auch die Jahreszeit ein Wörtchen mitzureden: Besonders im Hochsommer kann es nützlich sein, das Schlafzimmer schon vor dem Zu-Bett-Gehen mit einer Klimaanlage herunterzukühlen.

Lavendel-Fans wissen es längst:

Die getrockneten Blüten des buschigen Krauts, das viele von uns mit einem flirrenden Sommertag in der Provence verbinden, können beim Einschlafen helfen. Auch bei Stress wirkt ihr Duft entspannend. Seit einigen Jahren sind Einschlafkapseln auf Lavendelöl-Basis erhältlich – doch kostengünstig selbst genähte Lavendelkissen können häufig den gleichen Zweck erfüllen. Bis Lavendel seine Wirkung entfaltet, können ein oder zwei Wochen vergehen. Ätherische Öle sollten vom Medizinal-Lavendel oder „echten“ Lavendel stammen, die beide hauptsächlich in den Bergregionen der Provence geerntet werden und in der Apotheke erhältlich sind. Durch die spezielle Zusammensetzung ihrer Wirkstoffe fördern diese Sorten das Einschlafen am besten.

Sich regen bringt Segen: Bewegt Euch!

 width=Unser Körper ist auf Bewegung programmiert – denn ohne (ausreichende) Bewegung können sich unser Skelett, unsere Muskulatur und die inneren Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, und der Körper wird auf lange Sicht degenerieren. Für unsere Vorfahren war es ebenso normal wie wichtig, gut zu Fuß zu sein, und das in doppelter Hinsicht: Erstens musste man sich vor Feinden und angreifenden Tieren in Sicherheit bringen und zweitens war auch die Jagd nur dann erfolgreich, wenn man als Jäger schnell genug war. Das Überleben der Spezies war eine Frage der Fitness.

Der moderne Mensch hat andere Probleme,

die natürlichen Feinde gibt es allenfalls noch im Zoo und die Jagd beschränkt sich auf die Fahrt zum Supermarkt. Unser Organismus aber entwickelt ich langsamer als unsere Ökonomie und läuft noch weitgehend im Steinzeit-Modus: Er ist auf Bewegung angewiesen, um gesund zu bleiben. Ein wesentliches Problem unserer heutigen Lebensgewohnheiten besteht nämlich darin, dass wir zu viel sitzen und uns zu wenig bewegen – immerhin um zwei Drittel weniger als noch vor etwa 100 Jahren. Zumindest in der westlichen Welt müssen viele von uns nicht mehr körperlich arbeiten, wir üben unseren Job im Sitzen aus – dann setzen wir uns ins Auto oder in die U-Bahn, um uns dann zu Hause vor den Fernseher zu fläzen. Wer da keinen Ausgleich im Sport sucht oder sich regelmäßig bewegt, zum Beispiel spazieren geht, bekommt vermutlich irgendwann gesundheitliche (und oft übrigens auch seelische) Probleme. Der menschliche Körper muss bewegt werden, sonst baut er ab – so einfach ist das.

Um sich deutlich besser und gesünder zu fühlen,

muss es gar nicht der stundenlange Ausdauersport sein. Kleine Veränderungen im Alltag machen oft schon einen Unterschied. Nutzen wir doch statt des Liftes einfach die Treppe, fahren wir Fahrrad statt Auto. Der Schlüssel für Fitness und Wohlbefinden liegt in häufigen kurzen Bewegungen, die über den ganzen Tag verteilt sind. Je mehr davon, desto gesünder, sagen Gesundheitsexperten.

Bewegung macht glücklich

Einige Experten meinen, es sind die rhythmischen Bewegungen, die Gleichklang in die Psyche bringen. Andere vermuten, dass die im Körper ausgelösten biochemischen Prozesse und die damit verbundenen Hormonausschüttungen für das Wohlfühlen verantwortlich sind. Fest steht: Sport und Bewegung erzeugen ein Glücksgefühl, das den ganzen Tag lang anhält. 

Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System

Bei längerer Bewegung wird die Durchblutung angeregt und der Herzmuskel bekommt mehr Sauerstoff. Denn mit zunehmender Ausdauer sinkt der Sauerstoffbedarf der Körperzellen und der Lunge. Die Herzschlagfrequenz wird abgesenkt und gleichzeitig das Schlagvolumen erhöht – also die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag in den Körper gepumpt wird. Optimale Bedingungen, um Bluthochdruckerkrankungen vorzubeugen oder Bluthochdruck zu senken.

Bewegung fördert die psychische Gesundheit

Sportliche Aktivitäten bauen die Stresshormone Cortisol und Adrenalin ab. Zudem entspannt sich das vegetative Nervensystem. Die Folge: Wir schlafen besser, konzentrieren uns leichter und können mit Stresssituationen besser umgehen.

Bewegung stärkt das Immunsystem

Regelmäßige Bewegung erhöht die Anzahl und Aktivität körpereigener Abwehrzellen – und die sind wichtig für die Bekämpfung von Viren und Tumorzellen. Die stärkeren körperlichen Abwehrkräfte verringern die Wahrscheinlichkeit, an Erkältungen oder sogar Krebs zu erkranken.  

Bewegung tut dem Muskel-Skelett-System gut

Wer sich zwischendurch immer mal wieder bewegt, kräftigt die Stütz- und Bewegungsmuskulatur und beugt Verspannungen vor. Die Bandscheiben freuen sich über den Wechsel von An- und Entspannung. Zusätzlich regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an, der gleichzeitig die Knochendichte fördert und somit Osteoporose vorbeugt.

Bewegung hilft, Fett zu verbrennen

Unsere Muskeln bestimmen, wie viel wir essen können, ohne zuzunehmen. Denn sie haben Einfluss darauf, wie viel Energie wir verbrauchen. Wichtig dabei sind die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke der Zellen. Sie verbrennen die Energie. Je mehr eine Zelle davon hat, desto mehr und schneller wird Energie verbrannt. Regelmäßige Bewegung steigert den Anteil der Mitochondrien und somit auch die Fettverbrennung.

Bewegung macht schlau

Nach dem Sport können wir uns besser konzentrieren und komplexe Aufgaben leichter lösen. Den Grund dafür vermuten Wissenschaftler im Laktat. Laktat ist eine Form der Milchsäure und entsteht in den Muskeln, wenn wir uns bewegen. Die Nervenzellen im Gehirn brauchen die Milchsäure, um richtig funktionieren zu können. Da nach dem Sport mehr Laktat produziert wird, könnte es für die gesteigerte Hirnleistung verantwortlich sein.

Jetzt noch schnell… Gesundheit schenken!

 width=Viele von uns manchmal und manche von uns auch vielfach sind – wenn es um die Besorgungen zu Weihnachten geht – gern mal auf den letzten Drücker unterwegs. Und abgesehen von den ganz abgebrühten Christmas-Shoppern, die wirklich erst am Vormittag des 24. losziehen, gilt für alle anderen: Der letzte Drücker ist jetzt, genau jetzt, ja eigentlich schon gestern. Denn die Innenstädte sind randvoll, feste Termine wie Weihnachtsbaum, Glühweinrunde oder Großeinkauf verdichten sich, und auch online bestellen wird ab jetzt zum Fristen-Roulette – kann noch klappen, muss es aber nicht. Die gute Nachricht ist: Wir, in Ihrer Apotheke, haben noch ein paar Ideen für Sie – Ideen jenseits von Krawatten, Socken und Pralinen. 

Die Phrase ist, zugegeben, etwas abgedroschen, aber dennoch ist etwas dran:

Gesundheit ist das schönste Geschenk. Mit einem kleinen Weihnachtspräsent wird man wohl kaum einen wirklich Kranken heilen können, natürlich – aber vielleicht ein wenig dazu beitragen, dass unsere Lieben gesünder bleiben, sich etwas wohler fühlen oder ihrem Äußeren ein bisschen mehr Glanz verleihen. Und welche Praline kann das auf Dauer schon von sich behaupten?
Ein paar Tage vor Weihnachten fallen uns oft noch ein paar Kleinigkeiten ein, ein paar nette Nachbarn oder Kollegen vielleicht, oder auch die freundliche Dame, die öfter mal auf den Hund aufpasst. Natürlich kann man es auch wieder mal mit Gutscheinen, Teelichthaltern oder Schreibsets versuchen – oder eben doch mit ein bisschen Gesundheit aus Ihrer Apotheke. Fragen Sie uns nach gesunden Geschenk-Ideen, wir beraten Sie gern dazu. 

Gut, damit sei alles gesagt:

denn wenn es zu Weihnachten in unserer Zeit etwas im Übermaß gibt, dann ist es sicher die Werbung: Im Fernsehen, in Zeitschriften und eben auch im Internet. Und trotz allem Klimbim bleibt eben doch immer ein wenig erhalten von Weihnachten, wie es sein sollte, und schimmert still und friedlich durch den Trubel. Meint übrigens auch Wilhelm Busch:

 

Hätt’ einer auch fast mehr Verstand
als die drei Weisen aus dem Morgenland,
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
und dennoch, wenn heute das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
dann fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersterns von dazumal.

 

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden schöne, ruhige und vor allem gesunde Weihnachten.

 

„Digital Detox“ – wie wäre es mit etwas Entschleunigung als Neujahresvorsatz?

 width=Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen stressig statt besinnlich. Und was folgt darauf? Genau, Silvester. Oh nein, jetzt noch schnell einen guten Vorsatz für das nächste Jahr wählen! Doch welchen nur? Wie wäre es mal mit „digital Detox“. Die digitale Welt ist schließlich in fast jeder Minute unseres Alltages um uns herum und die Einflüsse prasseln nur so auf unser Gehirn ein. Das löst in vielen Menschen das Gefühl von Rastlosigkeit aus. Gönnen Sie sich und Ihrem Smartphone doch mal eine Auszeit und genießen Sie die Schönheit der analogen Welt. Es geht überhaupt nicht darum, auf die Segnungen der Digitalisierung zu verzichten – wer wollte oder könnte das. Doch wie überall gilt: Maß und Mitte, bevor die Dosis zum Gift wird. Gerade die ruhige Zeit zwischen den Jahren und Anfang Januar eignet sich gut, einmal innezuhalten.

Hier unsere 10 Tipps für Ihr digitales Intervallfasten.

1. Vorbereitung ist alles

Einfach von jetzt auf gleich nicht mehr erreichbar zu sein, ist nicht nur für Sie, sondern auch für Ihr Umfeld eine seltsame Angelegenheit. Vor allem wenn dringende Angelegenheiten normalerweise digital geklärt wurden, ist es wichtig, Ihr Umfeld mit einzubeziehen. Erklären Sie den Menschen um sich herum, dass Sie sich aus der Online-Welt zurückziehen und wichtige Dinge nur noch persönlich oder zu bestimmten Zeiten geklärt werden können. So schaffen Sie einen sanften Einstieg und verpassen keine wichtige Neuigkeit.

2. Nutzen Sie Tracking-Apps für ein Bild der Situation

„So häufig nutze ich das Handy gar nicht“ ist eine weit verbreitete Reaktion der Menschen, wenn sie vom digital detox hören. So ähnlich klingt übrigens auch die Reaktion von Alkohol- oder Drogensüchtigen, wenn man sie nach ihren „Konsum“ fragt. Wollen Sie die ungeschönte Wahrheit? Dann holen Sie sich doch einmal eine Tracking-App, die Ihre Smartphonenutzung aufzeichnet und Ihnen die harten Fakten aufzeigt. Es wird Sie sicher überraschen und vielleicht denken sie noch einmal anders über Ihre digitale Fastenkur. Auch für den Vorher-Nachher-Vergleich sind diese Apps ein wirklicher Augenöffner.

3. Führen Sie „Bürozeiten“ ein

Die Erfindung des Smartphones hat dazu geführt, dass wir fast permanent erreichbar sind. Überall und jederzeit können Sie nun E-Mails empfangen und sind der Meinung, diese auch unbedingt beantworten zu müssen – egal ob im Café, beim Yoga oder abends vor dem Fernseher. Ständig wird der kleine Brief-Button geklickt, um zu schauen, ob in den letzten fünf Minuten neue Nachrichten ankamen. Machen Sie Schluss damit und setzen Sie sich Bürozeiten. Checken Sie zum Beispiel nur noch 1x morgens und 1x am Abend ihre E-Mails. Allein dieser Schritt entspannt ungemein. Und glauben Sie uns, kaum eine E-Mail ist so wichtig, dass sie sofort beantwortet werden muss!

4. Schalten Sie Push-Nachrichten aus

Fast jede App nutzt sie: Push-Nachrichten. Die kleinen roten Zahlen oben am App-Symbol, die uns unter Druck setzen, die App zu öffnen und zu schauen, was es Neues gibt. Es ist in diversen Studien bewiesen worden, dass diese kleinen Symbole Stress in uns auslösen. Deaktivieren Sie in ihren Einstellungen diese Funktion und entscheiden Sie selbst, ob und wann Sie die App öffnen.

5. Führen Sie „Offline-Zeiten“ ein

Die meisten von uns haben Ihr Smartphone 24/7 auf Erreichbarkeit eingestellt. Für einen sanften Einstieg in das Thema „digital Detox“ können Sie jedoch mit Offline-Zeiten beginnen. Legen Sie eine Zeit fest, in der Sie wirklich gar nicht erreichbar sein wollen und stellen Sie für diese Zeit den Flugmodus an. So stellen Sie sicher, dass Sie weder von Anrufen noch von Apps oder Nachrichten gestört werden. Das ist Ihre Zeit!

6. Zeitfressende Apps löschen

Sie sind nicht nur ein Workaholic, sondern spielen auch für Ihr Leben gern an den Apps Ihres Smartphones herum? Dann könnte der folgende Tipp eine kleine Herausforderung für Sie sein. Diese Apps fressen einen Großteil Ihrer täglichen Zeit. Unsere Empfehlung für das digital Detox: löschen Sie zumindest solche kostenfreien Apps, die Sie nicht unbedingt brauchen, vorübergehend und schauen Sie, wie stark der Trennungsschmerz wirklich ist. Es mag für den Moment eine harte Übung sein, aber es lohnt sich und Sie gewinnen einiges an Zeit.

7. Lassen Sie das Handy mal zu Hause

Eine Studie der TU München hat gezeigt, dass 85% der Menschen ihr Smartphone immer griffbereit haben, wobei 25% es sogar rund um die Uhr am Körper tragen. Damit schaffen Sie sich auch einen 24/7 Druck ständiger Erreichbarkeit. Wie wäre es stattdessen, wenn Sie Ihr Handy mal zu Hause lassen. Nun kommen sicher Gedanken auf wie „Aber was, wenn etwas wirklich Dringendes passiert?“. Mal ehrlich, wie oft kam das in den letzten 6 Monaten vor? Versuchen Sie es.

8. Handy aus dem Schlafzimmer verbannen

Wer nachts nicht gut schläft, wird mit diesem Tipp sicherlich schon bald Besserung feststellen. Durch die häufige Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. werden wir viele Stunden mit „blauem Licht“ von den Bildschirmen konfrontiert. Dieses Licht imitiert Tageslicht, wodurch unser Körper nicht zur Ruhe kommt – schließlich denkt er, dass es noch helllichter Tag sei. Verbannen Sie daher Bildschirme aus Ihrem Schlafzimmer und stellen Sie ab abends den sogenannten „Nachtmodus“ mit gelblicherem Licht ein. So bereiten Sie Ihren Körper perfekt auf die Nacht vor.

9. Alternative Beschäftigung suchen

Was für den Raucher das Nikotin-Spray ist, ist für den Smartphone-Poweruser … ja, was denn genau? Es mag ein krasser Vergleich sein, aber viele Menschen brauchen einen Ausgleich zur Handynutzung. Etwas, das in Zeiten des Verlangens nach dem E-Mail-Check oder der Whatsapp-Aktualisierung ablenkt. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie sich wieder einem alten Hobby widmen, wie Kreuzworträtseln oder Kaffee trinken mit Freunden?

10. Mal wieder „analog“ leben

Unser Smartphone ist wie ein Schweizer Taschenmesser: SMS, Fotokamera, Taschenrechner, Wecker, Fitnesscoach und Vieles mehr. Fast den gesamten Alltag kann man mittlerweile mit den Multifunktionsgeräten steuern. Wer will bei einem „digital Detox“ schon auf Fotos von schönen Momenten verzichten oder ständig verschlafen? Keiner! Daher bietet es sich an, seinen Alltag wieder etwas „analoger“ zu gestalten. Ein richtiger Wecker statt der Smartphone-Uhr. Eine Digitalkamera statt der Handykamera. Ein Taschenkalender statt der Kalender-App. Es mag wie ein Rückschritt wirken, aber es wird Sie auf dem Weg zur Entspannung voranbringen.

Das waren nur ein paar Einsteiger-Tipps, die sich für ein „digital Detox“ anbieten. Viel wichtiger ist: Sie müssen es wollen. Es bringt nichts, wenn Sie es nur machen, weil es gerade im Trend ist oder weil es zum Neujahrsvorsatz dazugehört. Nur Sie selbst können, wenn Sie in sich hineinhören, wissen, ob Sie sich reif für digitales Fasten fühlen, oder andere „Baustellen“ für Sie lohnender sind. Egal mit welchem Neujahrsvorsatz, wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen angenehmen und stressfreien Start in 2020!

Ohne Gans geht’s auch: Weihnachts-Stress vermeiden

 width=Buddha sagt, die Erwartung sei die Mutter der Enttäuschung, Naja, vielleicht hat das nicht gerade Buddha behauptet, aber irgendwie ist schon was dran – und gerade jetzt, wo Weihnachten droht. Denn kurz vor Weihnachten sind viele Menschen maximal gestresst. In einer Umfrage nennt ca. jeder Dritte zu hohe Erwartungen als Grund für Familienstreit zum Fest, 14 Prozent geben zu viele Besuchsverpflichtungen als Grund an, 8 Prozent zu viel Alkohol sowie jeweils 3 Prozent Streit über das Fernsehprogramm und enttäuschende Geschenke. Ein weiteres Drittel kann sich zwar nicht so recht erklären, warum es ausgerechnet an Weihnachten scheppert – knallen tut es aber  dennoch. 

Klar ist es super,

wenn der Braten gelingt, eine gut gewachsene Tanne ist eine prima Sache, und natürlich hätte jeder gerne Schnee – aber das hängt eben oft von äußeren Umständen ab, die wir kaum beeinflussen können. Was wir allerdings ändern können, sind unsere Erwartungen, unser Bild vom perfekten Fest, dass es so kaum je gegeben hat. Die Vorstellung von Weihnachten aus dem Bilderbuch, von der reinen Idylle im Kreise glücklicher Menschen prägt unser Bild und unsere Erwartung; statt dessen gibt es oft Zank und Stress, und Mutti bekommt vor lauter Hektik Migräne. Aber: Dem lässt sich vorbeugen, wenn man die Sache mit ein wenig Abstand betrachtet.

Der erste Tipp lautet deshalb:

Verabschieden wir uns von der Vorstellung aus dem Bilderbuch und gleichen wir unsere Erwartung an Weihnachten mit der harten Realität ab. Wir alle wissen, wie Weihnachten sein muss – und wie es doch nie ist: Die Familie trifft sich glücklich unter dem strahlenden, kerzengrade gewachsenen Tannenbaum, Kinder und Enkel spielen selbstvergessen mit der Holzeisenbahn, während Mama in der Küche die knusprig braune Gans aus dem Ofen zaubert und draußen leise der Schnee rieselt. Aber mal ehrlich: Irgendwas ist doch immer. Entweder streiten sich die Kinder, der Braten ist vermutlich zu hell oder zu dunkel, die Tanne irgendwie schief und draußen hat es  sieben Grad und Nieselregen. Und das war schon immer so, außer im Fernsehen oder eben im Bilderbuch. 

Das wichtigste:

Falsche Hoffnungen vermeiden. Bleiben Sie realistisch: Schöner ist es doch, gemeinsam drüber zu lachen, wenn etwas nicht so ganz geradeaus läuft, und im Zweifelsfall tun es ja vielleicht auch mal Würstchen und Kartoffelsalat, wenn Mama dafür weniger Stress und gute Laune hat.
Zu Weihnachten treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander – und auch das birgt  Konfliktpotenzial.  Deshalb hilft es, den Ablauf vorab gemeinsam zu besprechen. Vor allem Teenager wollen die Weihnachtsrituale oft nicht mehr mitmachen, während Eltern sich an das Fest vor Jahren erinnern und alles so lassen wollen, wie es immer schon war. Um Konflikte zu vermeiden, sollten die eigenen Erwartungen mit denen der anderen abgeglichen und gegebenenfalls Kompromisse geschlossen werden. Zum Beispiel: Heiligabend mit Bescherung und Essen gehört der Familie, danach können die Jugendlichen dann noch mit Freunden feiern.

Ebenso wichtig:

Prioritäten setzen. Nicht jede Weihnachtsfeier ist Pflicht, nicht bei jeder Glühweinrunde auf dem Weihnachtsmarkt muss man dabei sein. Und vielleicht kann man den einen oder anderen Verwandtenbesuch ja auch in das Neue Jahr verschieben. Finden Sie stattdessen heraus, was man als Familie gemeinsam machen möchte – auch wenn das Ergebnis von den eigenen Vorstellungen abweichen mag. Zeit mit der Familie ist kostbar und ein wirklich wertvolles Geschenk, wenn alle Spaß daran haben.

Ein weiteres heikles Thema:

Geschenke. Klar, für die Kinder ist die Bescherung natürlich der Höhepunkt des Weihnachtsfestes, aber: Nicht jeder Wunsch muss erfüllt werden, und weniger Geschenke besorgen zu müssen bedeutet deutlich weniger Stress. Um Enttäuschungen unterm Weihnachtsbaum zu vermeiden, sollten die Erwartungen allerdings schon im Vorfeld entsprechend gedämpft werden. 

Der größte Stressfaktor aber sind die eigenen Ansprüche:

Psychologen raten: Nehmen Sie Abschied von der Perfektion, lassen Sie ruhig mal fünfe gerade sein. Muss die Wohnung für Weihnachten wirklich perfekt geputzt sein? Und muss es an drei Tagen hintereinander mehrgängige Festmenüs geben, die man planen, einkaufen und stundenlang zubereiten muss? Der Tipp: Bleiben Sie auf dem Teppich, bewahren Sie sich einen realistischen Blick für das Machbare. Ein bisschen mehr Toleranz sich selbst gegenüber tut gut. 

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Wieso ist der Freitag schwarz? – die Geschichte hinter dem Rabatt-Fest!

 width=Im Kalender sieht der 29. November ganz harmlos aus – weder Feier- noch Gedenktag hat das Datum zu bieten. Dennoch genießt der letzte Freitag im Monat für Kunden, die gerne Schnäppchen jagen, inzwischen einen Status, der es mit Festtagen und Volksfesten aufnehmen kann: schon um Mitternacht klicken User los, um hohe Rabatte im Onlinehandel zu ergattern, und bereits bei Öffnung der Ladengeschäfte bilden sich vielerorts Schlangen – im Vergleich zu einem normalen Freitag sind die Verkäufe zwischen zwei Drittel höher und dreimal so hoch. Lange im Vorhinein wird geplant und häufig flankieren Events im Geschäft das muntere Treiben.

Doch woher kommt die moderne Tradition des „Black Friday“? Wieso gerade dieses Datum und was macht den Freitag schwarz?

Vom christlichen Familienfest in den vorweihnachtlichen Kaufrausch

Wie bei so vielem in unserer Pop- und Konsumkultur liegt der Ursprung in den USA: Thanksgiving, einer der höchsten Feiertage des Jahres und wichtigstes Familienfest neben Weihnachten, liegt immer auf dem vierten Donnerstag im November. Gerade in einem Land, in dem die meisten Arbeitnehmer sehr wenig bezahlten Urlaub bekommen, nutzen fast alle Amerikaner den Freitag als Brückentag für ein besonders langes Wochenende mit ihren Lieben. Da Weihnachten als nächstes Highlight naht, wird der somit freie Tag seit Langem genutzt, um ohne Feierabendstress auf Geschenke-Shopping-Tour zu gehen und dabei gleich noch neue Winterklamotten und Ähnliches mitzunehmen.

Seit den 1960er Jahren haben sich die Geschäfte darauf eingestellt und überbieten sich gegenseitig mit besonders großzügigen Öffnungszeiten, vielen Sonderangeboten und Aktionen für die ganze Familie, um diese ungestörte Kauflaune optimal zu nutzen.

So speist sich der Name „Black Friday“ gleich aus zwei Quellen: Einerseits haben Stadtverwaltungen und Polizei bereits Ende der 60er missmutig festgestellt, durch das ganze dichtgedrängte Gewimmel vor den Geschäften erschienen die Menschen auf den Bürgersteigen wie eine schwarze Masse, die aus jedem Warenhaus quölle. Andererseits kursierte der Begriff schon früh als geflügeltes Wort unter den Händlern, die die Chance hatten, mit einem guten Abschneiden am umsatzstärksten Tag des Jahres bereits vor dem Weihnachtsgeschäft einen Abschluss in den schwarzen Zahlen zu besiegeln.

In Deutschland erst jüngst „eingewandert“ – und gleich hoch geschätzt

Reicht die Tradition in den USA damit um über 50 Jahre zurück und knüpft an einen hohen Feiertag an, ist der „Black Friday“ in Deutschland noch recht neu: Apple brachte ihn erst 2006 in seine deutschen Stores und in den Folgejahren sprang insbesondere der Online-Handel mit Wucht auf den Zug auf. Fehlt auch die Verankerung in der Kultur, hat das deutsche Kunden nicht davon abgehalten, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen: rund zwei Drittel kaufen gezielt am „Black Friday“ ein.

Eine vollends neue Erfindung ist der „Cyber Monday“: Seit den 00er-Jahren nutzen Online-Shops die „Black Friday“-Welle, um auch am darauffolgenden Montag mit Rabatten die Aufmerksamkeit und den Umsatz hoch zu halten. Eine treibende Kraft hinter dieser Erfindung und ihrer Verbreitung auch in Europa ist Amazon. Familienprogramm und engagiertes Verhandeln vor Ort sind dabei folglich nicht zu erwarten – doch auch bei einem am Konferenztisch erdachten „Festtag“ reichen hinreichend hohe Rabatte, um alljährlich den einen oder anderen Webshop aufgrund der hohen Nachfrage zum Zusammenbruch zu bringen. Wird der Bildschirm dann schwarz, bekommt „black“ noch einmal eine weitere Bedeutung.

Ob Freitag oder Montag, online oder offline: wir wünschen Ihnen eine vergnügliche und erfolgreiche Schnäppchenjagd! Und einen gesunden November!

Das kratzt jeden mal: Juckreiz

 width=Juckreiz (medizinisch Pruritus) ist eine Missempfindung der Haut, die das Verlangen auslöst, die betroffene Stelle zu kratzen. Die Hände wandern fast unwillkürlich zu den juckenden Hautpartien und beginnen zu kratzen – dann tritt zwar erstmal eine Linderung ein, aber schon bald beginnt der Juckreiz erneut. Denn das Problem ist teuflisch: Kratzen sorgt nur kurzfristig für Abhilfe und kann zu Verletzungen der Haut führen – und die wiederum können den Juckreiz verstärken, so dass sich ein echter Teufelskreis aus Jucken, Kratzen und erneutem Jucken entwickelt. Außerdem infizieren sich die aufgekratzten Stellen auch leichter mit Bakterien, und durch ständiges Kratzen kann sich die Haut auf Dauer verdicken und es können Narben entstehen.

Nur nervig und unangenehm ist der Pruritus dennoch nicht, er hat auch einen gewissen Sinn:

Denn durch die mechanische Reibung sollen Eindringlinge wie Parasiten, Flöhe oder Läuse entfernt werden. Längeres Kratzen allerdings schädigt wiederum die Haut und verursacht Verletzungen und Einrisse. Besonders Kindern fällt bei juckenden Krankheiten wie den Windpocken die Beherrschung oft enorm schwer.

Was aber löst den Juckreiz aus? Juckende Haut kann viele unterschiedliche Ursachen haben:

Typische Auslöser sind trockene Haut, Insektenstiche, Allergien oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Oft tritt der Juckreiz dann in Kombination mit weiteren Hautveränderungen wie etwa Rötungen, Schuppen, Bläschen oder Pusteln auf. Der Juckreiz kann auch durch Gifte, mechanische Reize, Temperaturschwankungen oder sogar leichte Stromstöße hervorgerufen werden, die zur Freisetzung von Histamin aus den Zellen führen. Das Jucken kann an bestimmten Körperstellen (lokalisiert) oder am gesamten Körper (generalisiert) auftreten.

Doch nicht alles, was juckt, lässt sich auf eine Hauterkrankung zurückführen

es können auch innere Erkrankungen mit Juckreiz einhergehen. Dazu zählen unter anderem Infektionen, bekanntermaßen  Windpocken oder Lippenherpes, verschiedenen Stoffwechselstörungen wie Diabetes, diverse Leber-, Nieren- und Nervenleiden und manchmal sogar Krebserkrankungen. Und auch Arzneimittel oder psychische Faktoren können Juckreiz auslösen. Meistens lässt sich die Ursache bestimmen, manchmal passiert es aber auch, dass der Arzt keinen Grund für den Juckreiz finden kann. Dann sprechen Mediziner vom sogenannten idiopathischen Juckreiz – ein Symptom also ohne erkennbare Ursache.

Nicht selten wird ein starker, chronischer Juckreiz am ganzen Körper zur Belastungsprobe für den Geplagten:

Es kommt zu Schlafmangel, Erschöpfung, Kratzspuren auf der Haut (wie blutende oder nässende Wunden) sowie zum permanenten Gefühl, sich durch Kratzen Erleichterung zu verschaffen. Bei manchen Patienten führt das auf längere Sicht  zu massiven psychischen Problemen, die sogar im Suizid enden können.

Was aber tun, wenn’s juckt?

Kratzen hilft nicht bzw. nur kurzfristig – was aber kann man denn ausrichten gegen den lästigen, manchmal sogar quälenden Drang, sich zu kratzen? Die Behandlung von Juckreiz richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache: Bei akutem Juckreiz, wie er etwa nach einem Insektenstich oder einer leichten allergischen Hautreaktion auftritt, reicht es meist schon aus, die betroffene Stelle zu kühlen und eine lindernde Salbe aufzutragen – und auch Essigwasser, Zitronensaft oder Zwiebeln können echte erste Hilfe leisten. Bei Juckreiz, der durch eine Neurodermitis ausgelöst wird, ist eine Kombination aus intensiver Hautpflege und einer konsequenten Therapie der Krankheitsschübe wichtig – zwingend in Zusammenarbeit mit dem Hautarzt, denn hier können Omas Hausmittelchen durchaus Schaden anrichten. Sind eine Hautinfektion (z. B. Fußpilz) oder ein Befall mit Parasiten wie Milben oder Läuse die Ursache des Juckreizes, erfordert auch dies eine spezielle Behandlung, und auch hier ist eine Absprache mit dem Arzt geboten. Das Gleiche gilt umso mehr, wenn der Juckreiz auf eine innere Erkrankung zurückgeht.

Für’s erste jedoch können Eigentherapien bei Juckreiz durchaus helfen:

  • Pflegende Creme gegen Juckreiz: Eine sorgfältige Hautpflege mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Cremes hilft, die natürliche Hautbarriere zu stabilisieren und kann so auch dazu beitragen, unangenehmen Juckreiz zu lindern.
  • Sanfte Reinigung der Haut: pH-neutrale Mittel verwenden und auch diese nur sparsam einsetzen. Auf diese Weise wird der Säureschutzmantel der Haut, der wichtige Schutzfunktionen einnimmt, nicht beeinträchtigt.
  • Hausmittel gegen Juckreiz: Kühle, feuchte Umschläge haben eine leicht juckreizlindernde Wirkung. Auch Schwarztee-Packungen oder ein im Kühlschrank gelagertes Aloe Vera Gel sind einen Versuch wert.
  • Hautreizungen vermeiden: Nur lauwarm duschen. Leichte Kleidung, am besten aus Baumwolle oder Seide, tragen.
  • Reizfaktoren reduzieren: Sehr scharfes Essen, Alkohol, Stress, Aufregung und Ärger führen oft zu Juckreiz. Versuchen Sie, diese Faktoren in Ihrem Leben einzuschränken.

Die wichtigste Regel aber bleibt:

Klingen die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht ab, sollte der Arzt befragt werden – denn das Jucken kann auch ernste Ursachen haben, die der Laie nicht erkennen und schon gar nicht therapieren kann.

Wenn dem Körper was fehlt: Müdigkeit hat viele Gründe

 width=Ab und zu geht uns allen so: Kaum sind wir aufgestanden, könnten wir uns auch schon wieder hinlegen, und tun wir es nicht, quälen wir uns nur mit Mühe durch den Tag. Es gibt einfach Tage, die man am liebsten im Bett verbringen würde, weil man irgendwie nicht richtig wach wird. Müdigkeit kann verschiedene Ursachen haben – in den allermeisten Fällen ist aber einfach zu wenig Schlaf schuld daran, wenn wir uns schlapp fühlen und der Alltag zur Last wird. Doch Müdigkeit ist manchmal auch ein Hinweis darauf, dass dem Körper etwas fehlt – Schlaf, innere Ausgeglichenheit oder auch bestimmte Vitalstoffe. 

Oft ist ein gestörter Schlaf schuld an der Müdigkeit

auch wenn wir rechtzeitig schlafen gehen, fühlen wir uns morgens matt. Das ist dann oft ein Zeichen dafür, dass wir einfach nicht gut schlafen, nachts wach werden und schwer wieder einschlafen können. Vor allem Stress wirkt sich negativ auf das Ein- und Durchschlafen aus. Wenn die Gedanken ständig um Aufgaben und Probleme kreisen, ist an erholsamen Schlaf kaum zu denken. Ein oft hilfreicher Tipp ist, sich die letzte Stunde vor dem Einschlafen bewusst mit etwas anderem zu beschäftigen als mit den Problemen des Tages, mit einem guten Buch oder Hörbuch zum Beispiel oder zur Not mit einem alten Film, den man so oft gesehen hat, dass man weite Passagen mitsprechen kann. Naja, allzu aufregend sollten Lektüre oder TV auf jeden Fall nicht sein.

Auch wer tagsüber viel Kaffee trinkt,

um wach zu bleiben, wird sich am Abend mit dem Einschlafen zusätzlich schwer tun. Schätzungen zufolge leiden zwischen 15 bis 35 Prozent der Bevölkerung in westlichen Industrienationen unter Schlafproblemen, und die Kaffeetrinker sind dabei nicht unterrepräsentiert.

Doch nicht nur zu wenig Schlaf macht müde

Auch die dunklen Jahreszeiten Herbst und Winter verstärken das Bedürfnis nach mehr Ruhe. Fehlt die Sonne, kann das auch zu einer Winterdepression führen – und die zeigt sich neben Antrieblosigkeit, Traurigkeit und Leistungseinbrüchen eben auch durch verstärkte Müdigkeit. Zu viel oder zu wenig Essen sorgt ebenfalls für Erschöpfungsgefühle, ebenso eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Fehlt dem Körper außerdem frische Luft, weil man den Großteil des Tages in schlecht gelüfteten Räumen sitzt, raubt das gleichfalls Energie.

Auch intensive körperliche Anstrengung weckt den Wunsch nach einem Nickerchen,

und oft ist außerdem ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen schuld, wenn wir schon tagsüber nur noch ans Bett denken können. Vor allem ein Mangel an Vitamin B12, Magnesium, Folsäure und Eisen macht häufig müde – eine ausgewogenere Ernährung kann hier schnell kleine Wunder bewirken.
Lässt sich das dauernde Schlafbedürfnis mit ausreichend Schlaf, frischer Luft und gesunder Ernährung nicht vertreiben und nimmt auf Dauer die gewohnte Leistungsfähigkeit ab, sollte man aufmerksam werden. Einen Arzt aufsuchen sollte man auf jeden Fall, wenn folgende Symptome auftreten, denn ständige Müdigkeit kann auf Erkrankungen hindeuten:
Fieber
Schwindel
Schmerzen
Übelkeit
Gewichtsverlust
Atemnot
nächtliche Schwitzattacken
großer Durst

Ausgeprägte,anhaltende Müdigkeit,

die sich auch durch Frischluft, Bewegung, Schlaf und gesunde Ernährung nicht verbessert, kann auf eine Reihe verschiedener Erkrankungen hinweisen. So kündigt sich eine Erkältung häufig durch Erschöpfung an, bevor Halskratzen und Schnupfen dazukommen. Denn ist das Abwehrsystem gefordert, braucht der Körper Ruhe. 
Sie kann auf Bluterkrankungen oder auf Herz-Kreislauf-Probleme hindeuten, auf Stoffwechselerkrankungen wie eine kranke Schilddrüse oder auf einen Diabetes mellitus. Auch bei Darmerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind die Betroffenen häufig müde, weil wichtige Nährstoffe vom Körper nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden können, und in selteneren Fällen können auch Tumore Müdigkeit verursachen. Generell gilt: Wer über Tage oder Wochen ohne ersichtlichen Grund unter starker Müdigkeit leidet, sollte sich fachlichen Rat holen – beim Arzt oder beim Apotheker.

Und schließlich kann ständige Müdigkeit auch ein Hinweis auf ernste Krankheiten sein:

Sie kann auf Bluterkrankungen oder auf Herz-Kreislauf-Probleme hindeuten, auf Stoffwechselerkrankungen wie eine kranke Schilddrüse oder auf einen Diabetes mellitus. Auch bei Darmerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind die Betroffenen häufig müde, weil wichtige Nährstoffe vom Körper nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden können, und in selteneren Fällen können auch Tumore Müdigkeit verursachen. Generell gilt: Wer über Tage oder Wochen ohne ersichtlichen Grund unter starker Müdigkeit leidet, sollte sich fachlichen Rat holen – beim Arzt oder beim Apotheker.

Manchmal machen sich auch eine erkrankte Psyche oder bestimmte Medikamente durch andauernde Müdigkeit bemerkbar

Angststörungen, Burn-out und Depressionen begünstigen Müdigkeit und gehen oftmals mit Niedergeschlagenheit und Antriebsschwäche einher. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Demenz, Migräne und Parkinson werden ebenfalls häufig von Müdigkeit begleitet. Bei den Medikamenten sind zum Beispiel Präparate, die auf den Blutdruck einwirken oder beruhigend wirken, Antiallergika, Hustenstiller oder Schmerzmittel Auslöser von Müdigkeit, ähnliches gilt auch für Mittel gegen Übelkeit oder die  Reisekrankheit. Und auch hier sollte man, wenn der Spuk nach ein paar Tagen nicht vorbei ist, den Gang zum Arzt oder in die Apotheke nicht scheuen.