Gut für Körper und Seele: So gesund ist ein Hund!

 width=Natürlich, behauptete einst Heinz Rühmann, könne man ohne Hund leben, lohnen würde es sich aber nicht. Auch wenn man nicht ganz so weit gehen mag  – heute gibt es tatsächlich zahlreiche Indizien dafür, dass Haustiere ihren Haltern gut tun – in vielerlei Hinsicht. Da sind zum Beispiel die physischen Effekte, also die körperlichen Auswirkungen auf Tierbesitzer: Wer zwei mal am Tag mit dem Hund durch den Wald spaziert, der bekommt schon mal automatisch eine Grundversorgung mit den Gesundheitsfaktoren Bewegung, frische Luft und Natur. Aber es gibt noch weitere Gründe, und auch immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Zusammenleben von Mensch und Tier gut für die menschliche Gesundheit ist. Ein paar dieser Gründe haben wir mal zusammengefasst:

Wer ein Haustier hat, kommt leichter mit anderen Menschen zusammen

Was unterscheidet das Wartezimmer eines Humanmediziners von dem eines Tierarztes? Beim Tierarzt kommen die Wartenden viel schneller miteinander ins Gespräch! Denn Haustiere können soziale Beziehungen zwischen Menschen vermitteln. So haben Haustierbesitzer beispielsweise deutlich bessere Chancen, ihre Nachbarn kennenzulernen, als Menschen ohne Haustier. Dadurch erhalten sie auch eher Unterstützung aus ihrem sozialen Umfeld – zum Beispiel in Form von emotionalem Beistand oder praktischer Nachbarschaftshilfe.

Vor allem einen Hund,

aber auch andere Tiere zu halten kann nachweislich einer Vereinsamung entgegenwirken und so das Wohlbefinden verbessern. Das gilt besonders für alleinstehende und ältere Menschen. Da gesellschaftliche Vereinsamung psychisch krank machen kann, können Haustiere also einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer gesunden Nachbarschaft leisten. Über Tiere kommt man leichter mit Fremden ins Gespräch. Daraus können sich auch nachhaltigere Kontakte entwickeln. Tierhaltung kann also Vereinsamung entgegenwirken und einen Beitrag zu unserer psychischen Gesundheit leisten.

Wer einen Hund hat, ist seltener übergewichtig

Von allen Haustieren scheinen Hunde ihre Halter am meisten auf Trab zu halten: Es hat sich immer wieder gezeigt, dass vor allem Hundebesitzer sich mehr bewegen und auch mehr Zeit im Freien verbringen. Darum erreichen sie eher das empfohlene Maß an körperlicher Aktivität als Menschen ohne Hunde. Entsprechend scheinen Menschen, die regelmäßig mit ihrem Hund Gassi gehen, seltener Übergewicht zu haben als andere Haustierbesitzer. Wer regelmäßig bei Wind und Wetter mit seinem Hund in die Natur geht, tut etwas für seine Gesundheit und für seine Figur.

Wer ein Haustier hat, reagiert besser auf Stress

Laut einiger Studien könnte Haustierhaltung auch mit einem geringeren Stresslevel und niedrigerem Blutdruck im Zusammenhang stehen. So scheint sich Hundehaltung positiv auf das vegetative Nervensystem auszuwirken: Bei Hundehaltern zeigt der Parasympathikus eine erhöhte Aktivität, während die Aktivität des Sympathikus verringert ist. Somit fällt bei Hundehaltern die Reaktion auf Stress eher geringer aus. Wenn der Blutdruck infolge einer Anstrengung ansteigt, normalisieren sich die Blutdruckwerte bei Hundehaltern anscheinend schneller als im Durchschnitt. Dabei hängt dieser Effekt vermutlich nicht mit dem Hund als solchem zusammen und kann in abgeschwächter Form auch für andere Haustiere angenommen werden.

Wer ein Haustier hat, muss seltener zum Arzt

Eine Langzeitstudie aus Deutschland und Australien zeigt: Ausgehend vom selben Gesundheitszustand müssen Haustierhalter nach fünf Jahren seltener zum Arzt als diejenigen ohne Haustiere. Wer während des gesamten Zeitraums ein Haustier hatte, machte die wenigsten Arztbesuche. Daraus lässt sich schließen, dass die gesündeste Bevölkerungsgruppe aus Tierhaltern besteht, die seit mindestens fünf Jahren ein Tier besitzen. Wenn man weniger Arztbesuche mit einem höheren Grad an Gesundheit gleich setzt, zeigt sich auch durch diese Untersuchung: Tiere sind gesund für uns.

Wer ein Haustier hat, lebt länger

Auch das ist recht gut belegt und liegt in erster Linie am gesünderen Herz-Kreislauf-System: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Haupttodesursachen weltweit. Warum Tierhalter seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, verraten schon die oben genannten Punkte: Stress (auch z.B. durch gesellschaftliche Isolation, Depression, Einsamkeit), hoher Blutdruck und Bewegungsmangel erhöhen bekanntermaßen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei vielen Haustierhaltern sind diese Risikofaktoren jedoch geringer ausgeprägt.
Die Folge zeigt beispielsweise eine schwedische Studie mit Datensätzen von über 3,4 Millionen Personen: Danach ist Hundehaltung bei Alleinstehenden mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und allgemein mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden.
Andere Forscher wiesen einen ähnlichen Effekt für Katzenbesitzer nach: Wer eine Katze als Haustier hält, hat ein deutlich geringeres Herzinfarkt-Risiko und ein leicht geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, als Menschen ohne Katze.

Von welchem Haustier der Mensch in welcher Form gesundheitlich profitiert, ist individuell unterschiedlich:

Ältere sowie schüchterne oder einsame Menschen haben vermutlich am meisten von der Gesellschaft der Tiere oder den sozialen Kontakten, die sich durch die Tierhaltung ergeben.
Auf gestresste Menschen wirkt der Umgang mit Tieren entspannend und eventuell auch blutdrucksenkend.
Wer sich im Alltag ansonsten eher wenig bewegt, für den ist regelmäßiges Gassigehen mit einem Hund ein Plus für die Gesundheit.
Und wenn Kinder und Jugendliche mit Haustieren aufwachsen, kann dies eventuell ihr Immunsystem stärken. Ein weiterer Vorteil: Kinder lernen durch die Haustierhaltung, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Übrigens:

Die meisten Studien zur Auswirkung von Haustierhaltung wurden zwar mit Hunden oder Katzen durchgeführt. Doch auch andere Tiere können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. So ist beispielsweise nachgewiesen, dass es nachhaltig den Stresslevel senken kann, zum Beispiel Ziegen, Fische oder Schlangen zu halten.

Gesund oder nicht? Das tägliche Brot

 width=Brot zählt zu den beliebtesten Grundnahrungsmitteln – in vielen Gegenden der Welt und in Deutschland sowieso, was sich in einer beeindruckenden Artenvielfalt niederschlägt. Entstehungsgeschichtlich entstammt die Idee zum Brot der Notwendigkeit, Lebensmittel haftbar zu machen, um zum Beispiel über den Winter zu kommen – wie so vieles andere auch, von Sauerkraut über Räucherschinken bis zur Marmelade. Hatte man das im Getreide enthaltene Mehl nämlich erst einmal isoliert, also die Spreu vom Weizen getrennt, dann ließ es sich fast unbegrenzt aufbewahren, sofern man es vor Feuchtigkeit und Ungeziefer schützen konnte.

Früher ging es also eher darum,

dass man überhaupt Brot backen konnte – nicht so richtig im Fokus standen Themen wie die Gesundheit. Heute allerdings herrscht schon mal Unsicherheit bei der Frage, was den gesundheitlichen Aspekt des beliebten Backwerks angeht. So steht Brot durch seinen hohen Anteil an Kohlenhydraten im Verdacht, dick zu machen und soll gerüchtehalber Magen-Darm- Beschwerden verursachen. Auch Zöliakie – die Unverträglichkeit von in Mehl enthaltenem Gluten also – wird oft mit Brot in Zusammenhang gebracht. Wie gesund ist Brot also? Im Folgenden ein paar Fakten dazu:

Erstens:

Brot ist ja nicht gleich Brot, es kommt also darauf, was drin steckt (und, aber das soll hier nicht unser Thema sein, was man drauf legt natürlich auch). Noch lange nicht jede Sorte, die gesund aussieht, ist es auch. Eine knusprige Kruste und ein frischer Duft sind längst kein Garant mehr dafür, dass wir uns damit wirklich etwas Gutes tun, eine findige Industrie entwickelt immer wieder neue Backmischungen, die zwar aussehen wie von Omas Bäcker selbst gemacht – in Wirklichkeit aber kaum etwas außer weißem Mehl und Farbstoffe enthalten.

Da sind wir dann auch schon beim wichtigsten Kriterium in Sachen Gesundheit:

Das Mehl. Das meiste Brot in Deutschland wird aus Weizen oder Roggen hergestellt. Trotzdem scheint das Brotangebot mittlerweile fast unüberschaubar geworden zu sein, was unter anderem verschiedenen Mischungsverhältnissen des Getreides geschuldet ist.
Dennoch unterscheidet man folgende Sorten: Vollkornbrot, Mehrkornbrot, Weizenbrot und Mischbrot. Davon wird Vollkornbrot zu mindestens 90 Prozent aus Mehl hergestellt, das noch sämtliche Bestandteile des Getreidekorns enthält.
Je nachdem, ob dem Mehl ganze Körner oder grob gemahlenes Getreide beigemengt wurden, ist Vollkornbrot entsprechend dunkler. Wie gesund ein Brot ist, hängt davon ab, aus welchem Mehl es gemacht wird.
Eine Faustregel ist: Je dunkler das Mehl, desto mehr Vollkorn ist enthalten. Je mehr volle Körner, desto mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthält das Brot und ist dementsprechend gesünder. Ist ein Brot aus rein weißem Mehl gefertigt, macht es zwar satt aufgrund der Kohlenhydrate – mehr aber auch nicht, denn alles, was der Körper sonst noch an Vitalstoffen benötigt, ist nicht mehr enthalten.
Diese wichtigen Nährstoffe finden sich vermehrt in den Randschichten des Korns. In seinem Inneren dagegen, im Mehlkörper, lagern hauptsächlich Eiweiß und Stärke, die einen Anteil von 83 Prozent ausmachen.
Ist das Mehl ganz weiß, besteht es ausschließlich aus dem Mehlkörper der Körner. Die Randschichten wurden beim Mahlen also ausgesiebt. Im Vollkornmehl sind diese noch enthalten und damit auch die wertvollen Inhaltsstoffe. Wer auf Ausgewogenheit achten möchte, sollte in erster Linie Vollkornbrot zu sich nehmen. Zu erkennen ist es an seiner grau-braunen Farbe. Wird es zusammen mit anderen Getreideprodukten, Obst und Gemüse regelmäßiger Bestandteil der Mahlzeiten, ist das ein wichtiger Grundstein gesunder Ernährung.

Brot ist reich an Kohlenhydraten

Zu Unrecht werden sie als Dickmacher verkannt, denn im Vollkornbrot sind sie langkettig. Das bedeutet, der Magen verarbeitet sie sehr langsam. Der Blutzuckerspiegel steigt nur wenig. So wird nur wenig Insulin freigesetzt, wohingegen die Fettverbrennung auf Touren kommt. Besonders die im Brot enthaltenen Ballaststoffe machen es zu einem sehr gesunden Nahrungsmittel. Dabei handelt es sich um die unverdaulichen Kohlenhydrate. Sie quellen im Magen auf und sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Heißhunger kommt so erst gar nicht auf.

Trotz all seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist Brot nicht für jedermann bekömmlich

Dazu gehören zum Beispiel Menschen, die an einer Zöliakie oder Sprue leiden. Sie vertragen das Klebereiweiß im Brot, das man Gluten nennt, nicht. Hauptsächlich ist es im Samen von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer enthalten. Ein gesunder Verdauungsapparat hat keine Probleme damit, Patienten mit einer Glutenunverträglichkeit reagieren allerdings empfindlich. Sie vertragen diesen Stoff nicht, weil er die Darmzotten in der Schleimhaut ihres Dünndarms zerstört. Das führt dazu, dass der Körper bestimmte Nährstoffe nicht mehr aufnehmen kann. Zölikalie ist bisher nicht heilbar, sobald erneut Gluten in den Körper gelangt, fangen die Beschwerden wieder von vorne an – häufig sogar heftiger als vorher. Daher raten Mediziner Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit dazu, dauerhaft auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten.

Vollkornbrot aus Sauerteig ist besonders bekömmlich

Getreidekorn beinhaltet nämlich Phytin, einen für Menschen nicht verdaulichen Stoff. Durch Aktivierung des Enzyms Phytase hilft Sauerteig dabei, Phytinsäure abzubauen.
Außerdem macht es wertvolle Mineralstoffe leichter verwertbar. Die Säure im Sauerteigbrot beugt außerdem Schimmel vor und schützt auch vor anderen Brotkrankheiten, beispielsweise dem von Bakterien hervorgerufenen Fadenziehen.

Um die Haltbarkeit von Brot zu verlängern,

empfiehlt es sich, es richtig zu lagern. Länger frisch bleibt Brot, wenn es in einem Brotkasten aus Holz oder Kunststoff aufbewahrt wird. Dieser sollte regelmäßig mit Essigwasser ausgewaschen werden, um der Bildung von Schimmel vorzubeugen.
Auch Töpfe aus Steingut oder Ton sowie spezielle Stoffsäcke sind sinnvoll, um Brot möglichst lange frisch zu halten. Plastiktüten oder die Lagerung im Kühlschrank sind hingegen nicht zu empfehlen. Außerdem sollte Brot immer mit der Schnittfläche nach unten aufbewahrt werden.
Schimmeliges Brot muss in jedem Fall entsorgt werden. Gerade in Brot breiten sich Schimmelsporen nämlich besonders rasch aus. Betroffene Stellen lediglich abzuschneiden, reicht daher in der Regel nicht aus – der Schimmel ist auch da, wo man ihn noch nicht sieht.

Gute Vorsätze durchhalten: Ein ganz gesundes 2021!

 width=Gute Vorsätze für das kommende Jahr gehören zum Jahreswechsel wie Knallfrosch, Bleigießen und Heringssalat: Gesünder, ruhiger oder erfolgreicher soll es werden. 2021 ist inzwischen schon eine gute Woche alt, und wir können an dieser Stelle ganz sicher die These wagen, dass die ersten guten Vorsätze schon wieder gekippt wurden. Denn das ist das Problem an der Sache – in der meist entspannten Zeit um und nach Weihnachten ist es nicht schwer, sich etwas vorzunehmen. Hat uns der Alltag aber erstmal wieder, haben uns Freuden und Pflichten wieder in unseren gewohnten Rhythmus zurück geholt … naja, dann sind auch und gerade die allerbesten Pläne schnell vergessen.

Oft ist es aber gar nicht mal so schwer, seine Ziele zu erreichen – wenn es die richtigen sind. Hier ein paar Tipps:

Nicht übertreiben

Hinter großen Zielen mögen tolle Ideen stecken, nur ist die Umsetzung meist zum Scheitern verurteilt. Denn unser Alltag ist mit vielen Pflichten zugepflastert – da lassen sich extreme Veränderungswünsche nicht mal eben so einbauen. Experten raten deshalb dazu, ruhig große Wünsche zu haben, diese aber realistisch und in kleinen Schritten anzugehen. Wer endlich joggen gehen möchte, wird im Februar nicht gleich einen Marathon bestreiten können. Es muss auch nicht gleich eine Stunde am Tag sein, zweimal in der Woche für je 20 Minuten sind für den Einstieg völlig okay. So sinkt auch die Hemmschwelle, mit den guten Vorsätzen wirklich zu starten.

Konkrete Ziele setzen

Je schwammiger unsere Vorsätze, desto unwahrscheinlicher ist deren Gelingen. Wer also ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte sich nicht vornehmen, im neuen Jahr irgendwie mal öfter ins Fitnessstudio zu gehen. Sondern: Montags nach dem Job gehe ich zum Spinning, donnerstags verabrede ich mich mit Kai oder Ulrike zum Laufen. Am besten trägt man die Termine in einen Kalender Liste ein. So hat man nicht nur Kontrolle darüber, ob man seine Vorsätze wirklich einhält -– auch Mogeln wird schwerer, weil man die Ziele Schwarz auf Weiß an der Wand hat.

Reden hilft

Sind die guten Vorsätze erst einmal gefasst, sollte man sie mit möglichst vielen Menschen teilen. Zum einen bekommt man so Rückhalt aus dem Freundes- und Verwandtenkreis, zum anderen fällt das Schummeln nicht so leicht. Experten raten sogar dazu, soziale Netzwerke zu nutzen, um sich anspornen zu lassen. Selbst, wenn dann der Schweinehund laut kläfft – die Hemmschwelle, vor versammelter Mannschaft zu versagen, ist oft noch größer.

Belohnen statt verbieten

Auch willensstarke Menschen werden manchmal schwach, und zwar meist in gewohnten Situationen. Sich selbst Verbote aufzulegen bringt daher meist nicht viel – wer nachmittags immer einen kleinen Snack zu sich nimmt, obwohl er ein paar Kilos loswerden möchte, sollte sich diesen nicht verbieten. Stattdessen wäre als Alternative eine Belohnung ratsam  – wenn ich auf den Snack verzichte, gönne ich mir eine Viertelstunde Pause oder heute Abend den teureren Schinken beim  Einkaufen.

Positiv formulieren

Ab morgen verzichte ich auf Pizza und Cola – das klingt nicht sehr motivierend. Deshalb sollten die Vorsätze positiv formuliert sein, z. B. „Ab übermorgen probiere ich ganz neue Rezepte aus!“

Hilfe vom Handy

Mittlerweile gibt es viele Apps, die uns beim Umsetzen guter Vorsätze unterstützen können. Der „Nichtraucher Coach“ zeigt, wie viel Geld man bereits gespart hat und wie sich die Gesundheit Tag für Tag verbessert. Wer zu viel Zeit mit seinem Smartphone verbringt, kann mit der App „Offtime“ Ruhezeiten definieren, und falls man besser wirtschaften möchte, hat man mit „Money Control“ alle Ein- und Ausgaben fest im Blick.

Dinge anders machen

Wer bewusst mit Routinen bricht, der macht es seinem Gehirn leichter, sich auf Veränderungen einzustellen und diese als positiv zu betrachten. Das können Kleinigkeiten sein, wie beispielsweise die Beine andersrum zu überschlagen, als man es gewohnt ist, einen neuen Weg zur Arbeit zu nehmen, einen neuen Supermarkt ausprobieren oder 15 Minuten früher als sonst aufzustehen. Positiver Nebeneffekt: Der Alltag erscheint plötzlich wesentlich abwechslungsreicher.

In diesem Sinn wünschen wir ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2021!

In eigener Sache: Apotheken waren, sind und bleiben wichtig!

 width=Es geht zu Ende – das anstrengende und sicher nicht sehr schöne Jahr 2020 ist so gut wie überstanden, und 2021, da gibt es begründete Hoffnung, wird vermutlich deutlich besser. Das zu Ende gehende Jahr hat viele von uns vor erhebliche  Herausforderungen gestellt, mögen sie medizinischen, ökonomischen oder sozialen Charakters gewesen sein – und auch für uns als Team in der Apotheke war vieles anders als gewohnt. Gerade als wir glaubten, jetzt sei es im wesentlichen überstanden, da platzte noch eine letzte Bombe, die es in sich hatte: Am Nachmittag des 21.12.2020 bekamen wir die Nachricht, dass die deutschen Apotheken ab dem 22.12.2020, also etwa 16 Stunden später, insgesamt knapp 80 Millionen FFP2_Masken an berechtigte Empfänger zu verteilen hätten. Und um es noch einmal in den richtigen Kontext zu stellen: Das ganze drei Tage vor Weihnachten, während ansonsten der komplette stationäre Einzelhandel hatte schließen müssen, außer Supermärkten, Tankstellen und eben Apotheken.

Gut, wenn viele Kunden kommen, dann ist das erstmal ja kein Grund zum Meckern

Und dennoch: Eine kleine, aber rechtzeitige Vorwarnung wäre hilfreich gewesen, schon allein was Personalplanung, Vorbereitung und Beschaffung angeht. Und dies soll auch keine Beschwerde sein – aber vielleicht ein gutes Beispiel dafür, warum ein Land wie Deutschland gut daran tut, seine Apothekenlandschaft zu schützen und zu erhalten.
Schön auf den Punkt gebracht hat die Sache unser Kollege Dr. Peter Holzner aus Bayern,
der folgendes an seine Kunden schrieb und den wir hier auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin zitieren:

Die größte Verteilungsaktion der Nachkriegsgeschichte?

Liebe Kundinnen und Kunden,

nach dieser Woche muss man sich einmal vergegenwärtigen, was hier in den deutschen Apotheken gelaufen ist:

Am Montag Nachmittag gegen 16 Uhr haben die Apotheken erfahren, dass ab Dienstag früh 8 Uhr je 3 FFP2-Masken an ca. 26 Millionen Risikopatienten kostenlos abgegeben werden sollen. Das sind ca. 78 Millionen FFP2-Masken, die aber den Apotheken NICHT bereitgestellt wurden, sondern welche diese selbst einkaufen, vorfinanzieren, umpacken und die Abgabe organisieren mussten.

Es hat funktioniert!!!

Natürlich gingen hie und da mal Masken aus. Und natürlich kann keine Apotheke alle versorgen – die Ware muss ja auch angeliefert werden und jede Apotheke hat nur ein begrenztes Budget.

ABER: Jetzt, Ende der Woche sind die meisten Kunden versorgt, Apotheken und ihr Personal haben ungelogen fast Tag und Nacht durchgearbeitet. Es ist ja nicht so, dass kurz vor Weihnachten nicht so schon die Hölle los wäre. Die Maskenverteilung kam dann noch dazu – 1000 Kunden pro Tag waren in vielen Apotheken keine Seltenheit. Die Apothekenmitarbeiter, von denen 90% MitarbeiterInnen sind, die zuhause Männer und Kinder haben, welche ihre /Frau/Freundin/Mami fix und fertig nach Hause kommen sahen, sind wirklich über sich selbst hinaus gewachsen.

Ehrlich, welche andere Branche würde und könnte das organisieren?

In dieser Zeit?

Mit diesem Einsatz?

Wir machen das! Ja, und zwar gerne!

Wir sind Ihre Apotheke vor Ort. Und ich spreche hier für ALLE ApothekerkollegInnen:

Wir machen auch Nacht- und Notdienst.

Wir stellen Ihnen auch individuelle Salben her.

Denn IHRE Gesundheit liegt UNS am Herzen. Wir sind für Sie da. Das macht kein Online-Händler, der ist nur auf das schnelle Geld aus und transferiert dies ins Ausland.

Darum meine GROSSE BITTE:

Unterstützen Sie uns Apotheken vor Ort. Wir sind da, wenn’s drauf ankommt! Mit Leib und Seele. Und auf uns können Sie sich verlassen!!!

Kommen Sie gut ins neue Jahr – fröhlich, sicher und gesund! Ihre Apotheke.

Weihnachtsmarkt geht auch zu Hause: Glühwein im Garten

 width=Was dieses Jahr zu Weihnachten geht oder auch nicht, wer wie und wo und mit wem feiern darf – das steht alles noch nicht so richtig fest, es bleibt also vorerst spannend. Sicher sein kann man allerdings, dass es ein enorm ungewöhnliches Fest werden wird und dass viele unserer Traditionen und Gewohnheiten in diesem Jahr nicht stattfinden werden: Keine Weihnachtsfeier in der Firma, kein Gottesdienst am Heiligen Abend, keine ausgedehnter Weihnachtsbummel durch die Stadt. Vor allem aber: Kein Weihnachtsmarkt – keine gebrannten Mandeln, kein geflammter Lachs, kein Glühwein. Zumindest da aber gibt es Abhilfe, denn viele Köstlichkeiten von den Ständen kann man ziemlich einfach und oft sogar noch ein bisschen verfeinert selber machen. Im Einzelfall sind die Sachen für unseren Körper vielleicht nicht so richtig doll gesund, für unsere Selle in dieser trüben Zeit dafür umso mehr. Hier sind ein paar Ideen:

Kandierte Äpfel:

Einfach einen Sirup aus Bio-Rohrzucker, Zitronensaft und Wasser kochen, Äpfel hineintauchen – fertig. Die Liebesäpfel kommen ohne Lebensmittelfarbe aus, aber er glaubt ist natürlich, was gefällt: Zum Beispiel Dopings aus Schokolade oder gehackten Nüssen:
Die Äpfel waschen und trocken reiben. Einen Holzspieß mittig in jeweils einen Apfel stecken. Die Toppings schon mal vorbereiten und in Schüsseln verteilen, weil es nachher schnell gehen muss.
Zucker, Zitronensaft und Wasser in einem Topf bei schwacher Hitze unter Rühren aufkochen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Danach bei mittlerer Hitze die Zuckermasse einkochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Solange köcheln bis die Masse schön dickflüssig ist.
Topf vom Herd nehmen. Äpfel nacheinander in den Sirup tauchen, dabei den Topf mit einer Hand leicht schräg halten und die Äpfel darin drehen. Anschließend Äpfel jeweils in einen der vorbereiteten Toppings tauchen, auf einen Streifen Backpapier setzen und trocknen lassen.

Schoko-Glühwein:

Ein echter Hit und auf kaum einem echten Weihnachtsmarkt zu bekommen: heiße Glühwein-Schokolade. Warum sich zwischen Glühwein und heißer Schokolade entscheiden, wenn man auch beides haben kann? Die heiße Glühwein-Schokolade wird aus Rotwein, Portwein, weihnachtlichen Gewürzen, Milch und dunkler Schokolade gezaubert:
Rotwein, Portwein, Gewürze und Zucker in einem Topf aufkochen und alles bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten ziehen lassen. Für die heiße Schokolade Milch oder Milchalternative in einem größeren Topf erwärmen. Schokolade grob hacken und bei schwacher Hitze in der Milch schmelzen lassen, dabei ständig Rühren.
Die Rotweinmischung durch ein Sieb langsam in die heiße Schokolade rühren. Fertige heiße Glühwein-Schokolade in vier Tassen (ca. 200 ml) füllen und servieren.

Buchweizencrêpes :

Mit palmölfreier Schokocreme und ohne Weizenmehl sind diese Crêpes eine leckere und glutenfreie Alternative zum herkömmlichen Klassiker aus Weizenmehl. Für eine Portion Extra-Geschmack sorgen gemahlene Mandeln im Teig oder zum Drüberstreuen:
Buchweizenmehl, gemahlene Nüsse, Kokosblütenzucker, Salz, Zimt oder Spekultiusgewürz, Eier und Milch in einer Rührschüssel mit den Schneebesen des Rührgerätes zu einem glatten Teig rühren. Teig 10–15 Minuten quellen lassen.
Kokosöl portionsweise in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Ca. 2 EL Teig pro Crêpe in die Pfanne geben, gleichmäßig darin verteilen und auf jeder Seite 1–2 Minuten goldbraun backen. Fertigen Crêpe herausnehmen und auf einem Teller im warmen Ofen (ca. 50°C) warm halten. Aus restlichem Teig weitere Crêpes backen.
Schokocreme in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze leicht verflüssigen. Plan B: Creme in der Mikrowelle kurz erhitzen. Buchweizencrêpes mit Schokocreme beträufeln und nach Belieben mit etwas gemahlenen Mandeln bestreut servieren.

Bratäpfel:

Im Mix der Weihnachtsleckereien zählen sie zu den gesünderen Optionen – voll gepackt mit guten Dingen sind Bratäpfel ein köstlicher Klassiker. Statt mit Marzipan können die Bratäpfel mit einem Mix aus Zimt,  Apfelstücken, Haferflocken, Datteln, Haselnüssen und Mandeln gefüllt – für mehr gesunde Fette und ohne raffinierten Zucker.
Auflaufform (ca. 25 cm lang) fetten. Äpfel waschen, trocken reiben. Deckel abschneiden, Kerngehäuse herausschneiden und mit einem Esslöffel die Äpfel vorsichtig aushöhlen, sodass ein 05,–1 cm dicker Rand bleibt. Deckel der Äpfel und ausgehöhltes Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden. Zitrone heiß waschen, trocken tupfen und Schale fein abreiben. Zitrone halbieren, Saft auspressen und Inneres der Äpfel sowie Apfelstücke mit Zitronensaft beträufeln.
Für die Füllung Vanilleschote längs halbieren, Mark mit der Messerrückseite herauskratzen. Butter in einem Topf erhitzen. Äpfel, Vanillemark und 1 EL Ahornsirup darin 2–3 Minuten anbraten. Zimt ein- und gut unterrühren. Topf vom Herd nehmen.
Nüsse grob hacken. Datteln entsteinen und fein hacken. In einer Rührschüssel Haferflocken, Nüsse, Mandelmus, Rosinen, Datteln, 1 EL Ahornsirup und die Zimt-Äpfel sehr gut verrühren.
Backofen vorheizen (E-Herd: 180°C/Umluft: 160°C/Gas: s. Hersteller). Äpfel dicht an dicht in die Form setzen. Granola-Füllung mit einem Teelöffel in die Äpfel verteilen. Bratäpfel im heißen Ofen 35–40 Minuten backen. Sollten die Äpfel zu stark bräunen, dann mit Alufolie abdecken. Herausnehmen und auf Desserttellern anrichten. Dazu schmeckt Vanillesoße oder Eis ziemlich lecker (dann wären die Äpfel allerdings nicht mehr frei von raffiniertem Zucker, sofern man nicht auch die Soße selber herstellen möchte).

Champignonpfanne:

Auch sie zählen seit vielen Jahren zu den Klassikern: gebratene Champignons, üblicherweise mit viel Fett und Sahne zubereitet. Diese Pilzpfanne überzeugt mit frischen Kräutern und Knoblauch und steht in nur 25 Minuten auf dem Tisch.
Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Schalotten schälen, fein würfeln. Pilze eventuell säubern, Stiele leicht abschneiden und Pilze in Scheiben schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Pilze, Knoblauch und Schalotten darin kräftig anbraten. Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten weiterbraten, ab und zu die Pfanne schwenken.
Inzwischen Kräuter waschen und trocken schütteln: Blättchen von der Petersilie zupfen, fein hacken. Schnittlauch in feine Röllchen hacken. Bio-Zitrone heiß waschen, trocken tupfen und Schale fein abreiben bzw. in Zesten schneiden. Pilzpfanne kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Kräutern und Zitronenabrieb bestreut servieren.

Ideen für einen kleinen Weihnachtsmarkt zu Hause gibt es reichlich – und mit ein paar Lichterketten im Garten oder auf dem Balkon, mit der alten Weihnachts-CD und ein paar Lieben um sich herum vermisst man den großen gar nicht mehr so sehr. Bis zum nächsten Jahr.

Meine Krise, Deine Krise: Wie immun ist unsere Seele?

 width=Hier soll es heute um das Thema Resilienz gehen – das ist ein Begriff aus der Psychologie und bezeichnet so etwas wie das Immunsystem unserer Seele. Lateinisch bedeutet „resilere“ sinngemäß „abprallen“ und ist damit ziemlich treffend für unseren mentalen und emotionalen Selbstschutz – die Fähigkeit also, gut oder eben weniger gut mit den Gegebenheiten, den Krisen und Herausforderungen unseres Lebens zurecht zu kommen. Besondere Relevanz bekommt das Thema unserer psychischen Widerstandsfähigkeit in der gegenwärtigen Krise, in der viele gewohnte Dinge fehlen, in der wir geschätzte Menschen nicht sehen können und in der unser Alltag aus den Fugen gerät – der eine vermisst seine Familie oder auch nur seine Kneipe, die nächste das Theater und fast alle wohl den Weihnachtsmarkt und das vorweihnachtliche Glitzern in der Stadt.

Natürlich,

faktisch ist von den Auswirkungen von CoVid19 nicht jeder gleich betroffen, und der heimarbeitende Sachbearbeiter bekommt vielleicht weniger davon mit als die allein erziehende Verkäuferin, die sich jetzt auch noch um ihre Kinder im Home-Schooling kümmern darf – dennoch kann sie seelisch durchaus besser damit zurechtkommen. Mehr als die Umstände selbst ist es nämlich oft unsere Sicht auf die Dinge, die uns Sorgen, Angst und Stress bereitet. Aber warum ist das so? Lässt sich jede Angst und jede Sorge einfach durch eine neue Perspektive beiseite wischen? Kann man Optimismus lernen? Oder ist das ein Teil unseres Charakters, der einfach angeboren ist und an dem wir nichts ändern können?

Resiliente Menschen haben sich zum Beispiel bestimmte Routinen angeeignet und tun bestimmte Dinge,

die ihnen dabei helfen, besser durch Krisen zu kommen – und ein dickes Fell braucht unsere Seele schon in Zeiten der Corona-Pandemie. Und vieles ist, wie gesagt, auch eine Frage der Sichtweise – ein paar Tipps dazu haben wir hier zusammen gestellt:

Die Perspektive wechseln

Mal ehrlich, in jeder Suppe schwimmt irgendwo ein Haar, und wenn man will, kann man in allem ein Problem sehen. Jedes Problem aber kann man in der Regel von mehreren Seiten betrachten und schon dadurch beginnen, es zu lösen. Resiliente Menschen sehen in Problemen oft eher Herausforderungen und fokussieren sich auf das Machbare. Das heißt, sie bewerten ein Problem erst einmal neutral, betrachten es als Aufgabe und sehen das Positive in der Krisen-Situation. Denn wie bei der Sache mit der Suppe gibt es eben auch an jedem Horizont einen Silberstreifen, und sei er noch so schmal.
Vor allem aber akzeptieren sie die Situation und versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen: Etwa indem man im Lockdown ein neues Hobby erlernt, das Zuhause aufmöbelt oder auch nur öfters im Wald spazieren geht.

Akzeptanz üben

Indem man eine Situation akzeptiert, schafft man schon die Basis für Veränderung. Wenn wir ständig gegen den Ist-Zustand ankämpfen – den man derzeit nun mal nicht beeinflussen kann – schwächen diese negativen Gedanken nicht nur das eigene Immunsystem, man hat auch keine Energie mehr übrig, fühlt sich müde, wird träge, schlapp und gar aggressiv. Erst wenn man das Unvermeidliche akzeptiert, öffnen sich auf dieser Basis neue Wege und Möglichkeiten, die man vorher nicht gesehen hat. Treffend zusammengefasst hat das einmal der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr mit dem Satz „Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die nicht zu ändern sind, den Mut, Dinge zu ändern, die geändert werden müssen und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Niebuhr hat das zwar als Gebet verfasst, es könnte aber ziemlich exakt auch als Definition einer Resilienz tauglichen Lebenseinstellung dienen.

Raus aus der Opferhaltung

Wer sich als primär Opfer sieht, z.B. als Opfer eines Systems, Opfer der aktuellen Situation, seiner Erziehung oder der Gesellschaft, der wird auf Dauer unglücklich und dadurch meistens irgendwann wirklich krank. Vielleicht ist die Analyse der eigenen Situation ja durchaus richtig, aber irgendwann muss man feststellen, dass sich dadurch allein nichts ändert – und ändern sollte sich ja was. An einem gewissen Punkten muss man also sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und in Lösungen denken, Pläne machen, sich wenn nötig Hilfe holen – oder sogar selbst anbieten, denn auch das kann uns aus unserem schwarzen Loch befreien.

Das Dankbarkeits-Tagebuch

Zugegeben, das klingt erstmal ein bisschen esoterisch und versponnen, der Effekt aber ist wissenschaftlich erwiesen – wer bewusst dankbar ist, ist widerstandsfähiger und hält Krisen besser aus. Der mentale Trick: Man macht sich dabei bewusst, was es an Positivem im eigenen Leben gibt und lenkt seine Aufmerksamkeit bewusst auf Dinge, die uns gut tun und funktionieren. Auch wenn es manchmal schwer erscheint und einem erstmal nur die Tasse Kaffee am Morgen einfällt, immerhin. Für das Tagebuch schreibt man sich jeden Abend drei Momente des Tages auf, die schön waren, die wir genossen haben, an denen wir Erfolg hatten und fühlen uns nochmal in diese Momente hinein. Das muss – und wird – in vielen Fällen nichts Großes sein, und wer nicht geübt ist, dem fällt es anfangs mitunter schwer, diese Momente zu finden: Aber es gibt sie in fast jedem Leben und an fast jedem Tag, wenn man sie sucht.

Blitzentspannung für den Alltag

Wenn die Krisenwelle wieder einmal über uns zusammen zu schlagen droht, gibt eine kleine Übung, die recht schnell und zuverlässig gegen Stress, Ängste und Unsicherheiten helfen kann:
Aufrecht auf einen Stuhl setzen oder sich auf den Rücken legen. Dann beide Hände aufeinander auf die Herzgegend legen. Die Augen schließen, langsam durch die Nase ein- und ausatmen, den Atem bewusst wahrnehmen. Spüren Sie dann in Ihre Herzregion. Stellen Sie sich vor, wie der Atem durch die Herzregion ein- und ausströmt. Atmen sie langsam und sanft durch Ihr Herz ein und langsam und sanft durch Ihr Herz wieder aus.
Erinnern Sie sich währenddessen an einen Menschen, den sie lieben oder denken Sie an einen schönen Moment Ihres Lebens. Verbinden sie sich mit diesem Glücksgefühl und spüren sie das Gefühl in Ihrem Herzbereich. Bleiben Sie so atmend einen Moment und öffnen sie dann die Augen.

Manchmal lästig, meistens Pflicht: Die Maske für Brillenträger

 width=Manchmal nervt sie schon – die Maske, unser permanenter Begleiter in diesen Tagen. Das Coronavirus verbreitet sich über Tröpfchen von Speichel und Nasensekret, die beim Husten, Niesen und Sprechen ausgestoßen werden, und über sogenannte Aerosole, die beim Ausatmen entstehen. Und das gilt eben auch wenn der Betreffende noch keine Krankheitssymptome hat oder erst gar keine entwickelt – auch anscheinend kerngesunde Menschen in unserer Umgebung können uns also anstecken.

Ein Teil der Lösung dieses Problems:

Die Maske. Mit einer Gesichtsmaske schützt der Träger die Mitmenschen in seiner Umgebung vor einer Ansteckung, denn sie reduziert den Ausstoß von Tröpfchen und Aerosolen. Aerosole sind ein Gemisch aus Luft und winzigen flüssigen oder festen Teilchen. Diese sind zu einem großen Teil kleiner als 5 Mikrometer, daher können sie zwischen den Maschen von Stoff- oder Papiermasken nach außen dringen. Eine Mund-Nasen-Maske wirkt aber trotzdem gegen die Verbreitung von Viren, denn sie bremst den ausgeatmeten Luftstrom mit den Aerosolen ziemlich deutlich ab. Das wiederum reduziert die Konzentration möglicherweise infektiöser Partikel in unserer unmittelbaren Umgebung und schützt uns und andere – zumindest ein bisschen.

Besonders Brillenträger allerdings bringt das neue Accessoire schon mal zum Verzweifeln,

weil ständig die Gläser beschlagen. Die Erklärung dafür ist recht einfach: Beim Tragen einer Nasen- und Mundschutzmaske entweicht die warme Atemluft nicht geradeaus durch die Maske, sondern strömt an den äußeren Rändern der Maske vorbei und eben auch nach oben, eng an den Brillengläsern vorbei. Wenn die warme Atemluft auf dann die kühleren Brillengläser trifft, wird sie schlagartig abgekühlt und kann weniger Feuchtigkeit halten. Die jetzt überschüssige Feuchtigkeit kondensiert auf den Gläsern und die Brille beschlägt durch denselben Effekt der raschen Kühlung entstehen zum Beispiel auch Gewitter.

Was aber hilft gegen das Beschlagen der Brille?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten – im Kern geht es darum, den Austritt feuchtwarmer Atemluft in Richtung Brille, also am oberen Rands verhindern. Die wahrscheinlich einfachste Lösung des Problems ist es, erst die Maske aufzusetzen und dann die Brille auf die Maske zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Maske eng unter den Brillengläsern aufliegt und weniger Atemluft nach oben entweichen kann. Die Brille sollte den Mundschutz mit der Nasenauflage oder dem unteren Rand der Fassung an das Gesicht andrücken. Besonders gut geeignet sind Schutzmasken mit eingenähtem Metallbügel an der oberen Kante, wodurch sich die Maske leicht an die Form der Nase anpassen lässt.

Besitzt der Mundschutz keinen eingenähten Metallbügel,

kann auch ein Taschentuch helfen. Dazu das Taschentuch der Länge nach Falten und es horizontal so auf den Nasenrücken auflegen, dass es von der oberen Seite der Maske vollständig verdeckt wird. Die Brille kann so etwas enger auf dem Mundschutz aufliegen und das Taschentuch hält die Atemluft ziemlich zuverlässig ab.

Falls sich die Stoffmaske falten lässt,

kann man den oberen Rand der Maske einmal nach innen umfalten. Dadurch wird der obere Rand der Maske breiter und kann so ebenfalls die Atemluft besser abfangen. Bei dieser Methode sollte man allerdings darauf achten, dass die Maske trotzdem noch lang genug ist, um Nase und Mund vollständig zu bedecken und dass damit die Schutzfunktion der Maske weiterhin gewährleistet ist.

Die etwas aufwändigere,

aber sehr effektive Methode: Eine beschlagene Brille lässt sich sicher vermeiden, wenn die Gläser mit einer speziellen Beschichtung versehen werden. Die Anti-Beschlag-Beschichtung basiert auf Nanotechnologie und wird direkt bei der Brillenherstellung auf das Glas gebracht, funktioniert also nur bei einer neu zu Bestelllenden Brille. Durch die Beschichtung wird die Oberfläche hydrophil, das heißt wasseranziehend – klingt erstmal paradox, funktioniert aber, denn die Wassertropfen zerlaufen bei Kontakt zu einem flachen Film, der dann die Transparenz nicht weiter beeinträchtigt.

Eine kurzfristigere,

aber einfachere Alternative zu solchen Glasbeschichtungen sind Anti-Beschlag-Sprays für die Brille. Sie werden beidseitig auf die Gläser aufgetragen und mit einem weichen Tuch verteilt. Der dadurch entstandene Film verhindert eine Zeit lang, dass die Gläser beschlagen, in der Praxis hält dieser Effekt etwa zwei bis drei Tage an. Und danach lässt sich der Anti-Beschlag-Film mit dem Spray natürlich genauso einfach erneuern.

Weniger süß durch die Weihnachtszeit: Zuckeralarm!

 width=Für ernährungsbewusste Eltern brechen jetzt harte Zeiten an: In der Vorweihnachtszeit (die, wenn man dem Marketing des Lebensmittelhandels glauben darf, ja offenbar irgendwann Ende August beginnt) sind Schokolade und andere Zuckerbomben omnipräsent – im Supermarktregal, in Omas Keksdose, zu Hause im Nikolausstiefel oder in diversen Adventskalendern, die den Kleinen ja inzwischen auch an jeder Ecke in die Hand gedrückt werden. Erschwerend dazu rechnen darf man in Zeiten von Corona noch ein gutes Maß an Lockdown-Langeweile, die dem Frust-Naschen noch einmal einen Extraschwung verleiht. Mit: „Deutlich, aber freundlich – hart, aber nicht eisern“ ließe sich eine Haltung beschreiben, die man Eltern auf dem schmalen Grat zwischen Zuckerschock und Familienfehde an die Hand geben könnte.

Wenn Kinder das erste Mal etwas Süßes naschen dürfen,

reagieren sie meist mit einem verzückten Lächeln und verlangen sofort nach mehr. Wie viel Schokolade, Kuchen und Gummibärchen der Nachwuchs bekommt, haben Eltern anfangs noch ziemlich gut in der Hand. Doch irgendwann scheint das süße Laster allgegenwärtig zu sein: Die Kleinen registrieren ganz genau die mit Süßigkeiten vollgestopften Regale in den Supermärkten, verlangen mit zunehmendem Alter gezielt nach Leckereien und bekommen überdies ständig von Verwandten und Nachbarn etwas zugesteckt – und, na klar, besonders jetzt in der Adventszeit.
Vor allem in Ausnahmesituationen ist es oft schwer, den Konsum zu begrenzen: Seit Beginn der Corona-Pandemie essen Kinder nachweislich mehr Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen, Kekse und Eis. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage, die das Else Kröner- Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat.

Die latente Gefahr:

Durch Süßigkeiten kommt gesundes Essen zu kurz, denn der Hunger ist ja gestillt. Eine echte Herausforderung für alle Eltern, die ihre Kinder zumindest annähernd gesund ernähren möchten. Inhaltlich korrekten Argumenten gegenüber sind die kleinen Naschkatzen nun mal noch nicht besonders aufgeschlossen, trotzdem aber sollten Mütter und Väter ihren Sprösslingen erklären, warum zu viel Süßes nicht gut ist. Klar, dass die leckeren Dickmacher Karies fördern und reichlich Kalorien enthalten. Am gravierendsten ist aber, dass normales, gesundes Essen dadurch oft zu kurz kommt. Schokolade und Gummibärchen enthalten nun mal kaum Vitamine und Mineralstoffe, hinterlassen aber ein Gefühl des Sattseins – wenn auch nur für kurze Zeit.

Deshalb sagen Experten:

Eine Portion Süßes am Tag ist in Ordnung. Für Kinder sollte diese nicht größer als 50 Gramm sein und nicht mehr als 150 Kilokalorien enthalten, empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund. Viele Schokoriegel haben allerdings schon 250 Kilokalorien und mehr, man sollte also aufpassen und Mars, Bounty und Co. im Zweifelsfall halbieren.

Es hilft,

gemeinsam Regeln aufstellen – von einem völligen Verbot sollte man eher absehen, denn es ist schwer durchsetzbar und macht Süßigkeiten auf Dauer nur noch interessanter. Und ein bisschen Naschen schadet aus medizinischer Sicht nicht so wirklich, auch hier macht die Dosis erst das Gift. Mit den Kindern gemeinsam Naschregeln aufzustellen hat sich oft bewährt – diese sollten dann aber auch alle Familienmitglieder einhalten, inklusive der Erwachsenen. Die meisten Kleinen kommen ganz gut damit zurecht, vor allem, wenn sie selbst mitentscheiden und bestimmen durften, wie in der Familie mit Süßigkeiten umgegangen wird.

Bewährt haben sich zum Beispiel Regeln wie diese:

– Am Vormittag wird nicht genascht.
– Vor den Mahlzeiten gibt es nichts Süßes.
– Es wird bewusst am Tisch genascht und nicht nebenbei beim Spielen.
– Nach dem Naschen werden die Zähne geputzt.

Aus dem Nebenbei-Naschen wird so bewusstes Genießen,

und das schränkt den Konsum ein: Denn wer zum Beispiel nachfühlt, ob ein rotes Gummibärchen anders schmeckt als ein grünes, genießt was er isst, und braucht nicht immer noch mehr davon.

Und was ist jetzt in der Vorweihnachtszeit,

wenn sich die Süßigkeiten nur so stapeln? Die Regel lautet „Aus den Augen, aus dem Sinn“: Die süßen Schätze also in einer Schachtel oder Dose sammeln und dann gemeinsam mit dem Nachwuchs Tagesrationen für eine Woche aussuchen. So gibt es nicht täglich Streitereien, die Kleinen wissen genau, was sie erwartet. Kindern ab fünf Jahren können Eltern schon selbst überlassen, ob sie die Rationen Tag für Tag essen oder mehrere auf einmal. Sie lernen so, sich zu entscheiden, ob sie wirklich Appetit darauf haben, und erfahren, dass das, was sie schon gegessen haben, unwiderruflich weg ist. Aber: Der Nachwuchs sollte seine Wochenrationen nicht im eigenen Zimmer aufbewahren. Süßigkeiten sind Lebensmittel und gehörten in die Küche, außerdem sind sie dann nicht so leicht verfügbar.

Damit nicht zu viele Marzipanbrote und Nikoläuse in der Sammeldose zusammenkommen,

braucht es deutliche Worte an die Schenkenden: Eltern sollten Verwandte und andere Süßigkeitenüberbringer bitten, sich auf eine Sache zu beschränken und ansonsten lieber Zeit zu schenken. Denn welches Kind liebt es nicht, gemeinsam mit Oma oder Tante etwas zu unternehmen? Da wird die Schokolade dann gar nicht so sehr vermisst.

Gesunde Süßigkeiten gibt es schlichtweg nicht,

auch Müsliriegel enthalten zu viel Fett und Zucker. Doch gerade ältere Kinder lassen sich nur noch selten mit Obst abspeisen: Wenn sie etwas Süßes wollen, kann – unter Beachtung der Naschregeln – auch ein kleiner Tauschhandel funktionieren. Einen Keks gibt es beispielsweise erst, wenn eine halbe Birne gegessen wurde.

Und noch etwas sollten Eltern vermeiden:

Kinder mit Süßigkeiten zu trösten. Denn das konditioniert die Kleinen für später. Kinder verinnerlichen dann oft, dass sich Probleme mit Süßem lösen lassen, und das Ergebnis ist nicht selten der berühmte Kummerspeck.

Scharf auf Chili: Was kann der exotische Scharfmacher?

 width=Wer auf eine Chilischote beißt, dem stockt schon mal der Atem: Denn der darin enthaltene Stoff Capsaicin ist unter den Gewürzen der Scharfmacher schlechthin und treibt ungewarnten Konsumenten schon mal die Tränen in die Augen. Das gewöhnungsbedürftige Geschmackserlebnis der Chili steht allerdings so ziemlich im Gegensatz zu ihrer Wirkung, denn erwiesenermaßen trägt Capsaicin zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Reduktion von Gefäßablagerungen, zur Linderung von Muskelschmerz und zur Besserung bei rheumatischen Krankheiten bei. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass Capsaicin vorbeugend gegen Krebs wirken kann und – nicht zuletzt – hilft es beim nachgewiesenermaßen Abnehmen. Eine Untersuchung aus Peking geht noch einen Schritt weiter und sagt: Wer regelmäßig Chili isst, lebt länger.

Doch was ist wirklich dran – und warum ist die Chili so gesund?

Es gibt zahlreiche internationale Studien, die sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und erstaunliche Antworten gefunden haben. Hier ein paar erstaunliche Ergebnisse:

Wer Chilis isst, sorgt für ein gesundes Herz:

Wissenschaftler der Universität von Hongkong fütterten Hamster cholesterinreich. Anschließend gab man den Tieren unterschiedliche Dosen von Capsaicin. Sie fanden heraus, dass der Wirkstoff die Cholesterinwerte der Tiere senkte – aber nur die des sogenannten bösen Cholesterins (LDL), das sich in Blutgefäßen ablagert, diese verstopft und zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Unbeeinträchtigt zeigte sich hingegen das „gute“ Cholesterin (HDL). Auch bereits ältere Cholesterinablagerungen im Körper wurden durch das Capsaicin verringert und der Blutfluss verbessert. Chili wirkt sich also anscheinend günstig auf viele herzrelevante Faktoren aus.

Wer Chilis isst, wird schlanker:

Forscher der amerikanischen Purdue University fanden heraus, das Capsaicin den Appetit reguliert und die Kalorienverbrennung nach dem Essen steigert. Dazu gaben sie 25 Studienteilnehmern mit Normalgewicht sechs Wochen täglich 0,3 bis 1,8 g Cayennepfeffer, der den Wirkstoff enthält. Bei allen Probanden führte das zu einer erhöhten Körperkerntemperatur und verstärkter Kalorienverbrennung, was im Normalfall Voraussetzung für eine Reduzierung des Körpergewichts ist.

Wer Chilis isst, verringert sein Krebsrisiko:

In einer weiteren Studie wiesen Forscher der britischen Nottingham University bereits 2007 nach, dass das Capsaicin in den Chilischoten gezielt Krebszellen bekämpft, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen. Dabei greift der Wirkstoff die Mitochondrien, also die Energiewerke der Krebszellen an. Zudem bindet er offenbar bestimmte Proteine und löst ein natürliches Sterben der Krebszellen aus. Die Wirkung darf natürlich nicht überschätzt werden, und allein durch den Verzehr von Chilischoten wird man ganz sicher nicht immun gegen Krebs; dennoch kann man davon ausgehen, dass Chilis den Körper unterstützen, wenn er sich wehren muss.
Neben den großen medizinischen Themen finden Chilis schon seit langem Verwendung in der Hausapotheke – natürlich vor allem dort, wo sie natürlich vorkommen und weniger bei uns. Aber auch hier hat der Scharfmacher inzwischen einen festen Platz in der Reihe der Hausmittel:

Hilft, den Vitaminbedarf zu decken:

Frisch gekocht versorgt Chili den Körper mit doppelt so viel Vitamin C wie die vergleichbare Menge Zitrone. Der Tagesbedarf (100 mg) entspricht etwa fünf kleinen Chilischoten. Die Vitamine A, B1, B2, B3 und E, Eisen und Kalzium bleiben auch erhalten, nachdem die Schote getrocknet wurde.

Lindert Muskelschmerz:

Der in Chili enthaltene Wirkstoff Capsaicin wird in vielen Mitteln zur Schmerzlinderung eingesetzt, ist wesentlicher Bestandteil von ABC-Pflastern und Wundsalben. Der Vorteil: Außer einem leichten Brennen ist Capsaicin bei äußerlicher Anwendung frei von Nebenwirkungen.

Kann gegen Migräne helfen:

Vielfach schafft das Beißen in eine Peperoni bei starken Kopfschmerzen und Migräne erste Abhilfe. Die Durchblutung im Gehirn verbessert sich, die Gefäße werden weiter und das Kopfweh lässt oft weitgehend nach.

Kann Infektionen vorbeugen:

Das Capsaicin in den Schoten regt die Produktion von Magensäure an. Das macht es schädlichen Bakterien schwer, sich zu vermehren.

Und nicht zuletzt:

Chilis machen glücklich! Nicht umsonst gilt die scharfe Schote als gesündeste Droge der Welt: Chili machen tatsächlich ein bisschen glücklich. Das liegt daran, dass unser Körper Schärfe nicht als Geschmack, sondern als Schmerz empfindet. Und um den zu lindern, kommt es nach scharfem Essen zur Ausschüttung von Endorphinen – das sind genau die Glückhormone, die unser Wohlbefinden steigern.

Guten Appetit!

Wenn schon Lockdown, dann jetzt: Herbst zu Hause

 width=Draußen ist es ja oft nicht besonders schön in dieser Jahreszeit, und eigentlich kann man dann auch gleich zu Hause bleiben: Insoweit scheint das Timing für den Teil-Lockdown gar nicht mal so schlecht. Anderseits: Reisen fallen aus, Kneipen und Restaurants, Kinos und Sportstudios haben geschlossen und die Einschränkung von Kontakten drückt schon mal aufs Gemüt: Die verschärften Regeln werden in den kommenden Wochen für viele zur Herausforderung – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Und dennoch lässt sich auch dieser Situation etwas Positives abgewinnen, wenn man es schafft, sich nicht allzu sehr herunter ziehen zu lassen. Denn wer bei drei Grad und Schneeregen lieber auf dem Sofa bleibt, der hat in diesem merkwürdigen Jahr alle Argumente auf seiner Seite. Und wer sich, statt in vorweihnachtliche Hektik zu verfallen, ein paar längst fällige Projekte vornimmt, kann diesen ganzen, Entschuldigung, Mist vielleicht tatsächlich nutzen, um ein bisschen aufzuräumen – sei es in der Wohnung, in den Finanzen oder auch im Kopf. Denn ungeachtet aller Einschränkungen bringt uns der Lockdown ein Gut zurück, dass zunehmend knapp wird und wurde: Zeit. Zeit, die einfach da ist – ohne Termine, ohne Pläne, ohne das Gefühl, etwas zu verpassen. Zeit die wir – aus dem richtigen Blickwinkel – gewinnen. Was man tun kann, worauf man achten sollte: Hier ein paar Tipps für den Teil-Lockdown.

Punkt eins ist:

Auf die Psyche achten, denn der Teil-Lockdown kann für den Kopf und Seele durchaus belastend sein. Den Kopf in den Sand stecken, die Zeit mit Netflix totschlagen oder am Computer spielen – all das macht auf Dauer depressiv. Denn in dem Moment, wo wir den Bildschirm ausschalten, landen wir wieder in der tristen Realität, geändert hat sich nichts und obendrein haben wir noch das unschöne Gefühl, Zeit vergeudet zu haben. Besser ist es deshalb, aktiv zu werden und der Langeweile ein Schnippchen zu schlagen.

Gut ist es,

Dinge anzugehen, die wir schon lange im Hinterkopf tragen. Die zwar nicht richtig dringend sind, aber latent präsent – Dinge, die irgendwann erledigt werden müssen und eigentlich nur auf die richtige Gelegenheit warten. Das kann zum Beispiel die Renovierung eines Zimmers sein: Ein frisch aufgeräumter und gestrichener Raum gibt uns am Tagesende das Gefühl, etwas geleistet zu haben. Es muss auch nicht gleich die große Renovierung sein, Bücher- oder Küchenschränke ausräumen und neu sortieren geht genauso gut – eine Sache weniger, die leise aber stetig nach Erledigung verlangt. Auch ein Sperrmülltermin bietet sich jetzt an, denn fast jeder Keller oder Dachboden beherbergt Dinge, die wir wirklich nie wieder brauchen: Das alte Bügelbrett, der Wäscheständer aus der Vor-Trockner-Ära oder das Jugendfahrrad längst erwachsener Kinder.
Ohnehin auf dem Zettel stehen saisonbedingt Garten, Terrasse oder Balkon, die winterfest gemacht werden müssen – und vielleicht kann man die Sache in diesem Jahr ein wenig gründlicher angehen, Zeit wäre ja da und kreatives Potenzial kann sich in neuen Beeten, Kübeln und Balkonkästen entfalten.

Austoben kann man sich gern auch im Heimbüro,

abzuheften gibt es ja immer etwas, und die Steuererklärung muss man ja nicht jedes Jahr auf den allerletzten Drücker abschicken.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen,

und sicher fallen auch Ihnen noch ein paar Dinge dazu ein. Die Botschaft aber ist klar: Egal ist, was man tut, solange es einen gewissen Sinn ergibt – besser, als gelangweilt auf den Bildschirm oder in den Nieselregen zu starren ist es immer. Natürlich darf man auch mal faulenzen, aber dauerhaftes Nichtstun (und Fernsehen und SpieleKonsole gehören dazu) macht uns mürbe. Solange wir das Gefühl haben, dass wir etwas bewegen, hat es jeder Anflug von Depressivität schwerer. Wie die Sache mit dem Virus dann letztendlich weitergeht, bleibt vorerst offen, eines aber ist gewiss: Kälte, Dunkelheit und Schmuddelwetter sind irgendwann vorbei. In diesem Sinn: Halten Sie durch!